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Acht passiv-aggressive Verhaltensweisen und wie Sie sich dagegen wehren können

Ein falsches Wort und schon ist der andere eingeschnappt. Doch statt offen zu sagen, was ihm nicht passt, wird der Wut über Umwege Luft gemacht – passiv-aggressiv. Acht Anzeichen, die auf passive Aggressivität hindeuten und wie Sie sich vor diesen schützen können.

Ihr Accomplice hat einen Hund. Sie mögen diesen nicht sonderlich. Er hinterlässt überall Haare, stinkt, wenn er nass wird und bellt alles an, was ihm vor die Nase läuft. Trotzdem sind Sie ganz selbstverständlich jederzeit herzlich dazu eingeladen, das Tier auf die Wiese zu geleiten, wenn he mal wieder die Blase drückt. Bestenfalls sind Sie in der Lage, klar zu sagen, dass Sie das nicht möchten. Was aber, wenn Sie das nicht über sich bringen? Menschen, die sich schwer damit tun, ihre eigenen Bedürfnisse zu formulieren, driften mitunter in passiv-aggressive Verhaltensmuster ab. Dann wird geschmollt und die Antworten werden patzig – wenn überhaupt noch eine kommt.

Passiv-aggressiv Menschen sind Meister darin, sich selbst als Opfer zu stiisieren, dem Unrecht getan wird. Rainer Sachse ist Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie, im Gespräch mit “Spektrum” erklärt er: “Diesen Menschen ist es wichtig, ihre eigenen Grenzen zu schützen. Sie fühlen sich schnell bevormundet und haben ein Drawback mit Autoritäten.” Das Drawback: Sie sind nicht in der Lage eben diese Grenzen zu schützen. Stattdessen wählen sie laut Sachse “Techniken der passiven Sabotage”. Es sind vor allem die Menschen, die besonders harmoniebedürftig sind, die sich schwer damit tun, Tacheles zu reden und sich stattdessen mit Reaktionen wie Liebesentzug und Schweigen behelfen. Das fand ein Forscherteam der College of California in Berkeley bereits vor knapp 20 Jahren heraus.

Klassische passiv-aggressive Verhaltensweisen hat die britische Therapeutin Abby Rawlinson auf ihrer Instagram-Seite geteilt. In dem Publish erklärt sie, passiv-aggressiv zu sein ella bedeute nicht, bösartig zu sein. Stattdessen stecke dahinter oft eine Strategie, “die Menschen anwenden, wenn sie denken, dass sie es nicht verdienen, ihre Meinung zu sagen, oder wenn sie Angst haben, ihre Wut auszudrücken”.

Verhaltensweisen, an denen man passive Aggressivität erkennen kann

1. Pseudohumor: Verletzende Sticheleien getarnt als Witz

Das Gegenüber ist wütend, will das aber nicht offensichtlich zeigen. Der Groll äußert sich dann nicht selten in einem Humor, den nur eine Seite witzig findet. Ein Stubser in den Bauch wird dann vielleicht mit den Worten “Na, Schatz, der Kuchen schmeckt derzeit aber besonders intestine, was?! Höhö” garniert.

2. Komplimente, die eigentlich keine sind

Ein Konzept, das sich auch bei sogenannten Pickup-Artists Beliebtheit erfreut: Komplimente, die eigentlich Beleidigungen sind wie etwa: “Toll, dass du deine Segelohren so selbstbewusst zeigst. Das traut sich nicht jeder.”

3. Bewusst kein positives Suggestions geben

Statt anzusprechen, was ihm die Laune verhagelt hat, übt sich der Passiv-Aggressive darin, den anderen damit zu bestrafen, im Umkehrschluss auch Positives nicht zum Thema zu machen. Hat additionally ein Abendessen besonders intestine geschmeckt, wird der Koch kein Lob hören, wenn er zuvor in Ungnade gefallen ist.

4. Nicht richtig zuhören

Mit Ignoranz strafen, trägt selten zur Lösung eines Konflikts bei – dazu gehört auch, dem anderen nicht richtig zuzuhören und dadurch zu suggestieren, dass es einen nicht (mehr) die Bohne interessiert, was der andere zu sagen hat.

5. Auf Textnachrichten oder Telefonanrufe nicht anworten

Keine Reaktion ist auch eine Reaktion. Zu den Klassikern der Nicht-Reaktion gehören unbeantwortete Textual content-Nachrichten und Anrufe. Ein Machtspielchen, denn dem anderen bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten, bis der Passiv-Aggressive den Kontakt wieder aufnimmt. Das Schweigen wird als Strafe eingesetzt oder um den anderen zu verunsichern.

6. Inkonsequentes Schweigen

Das inkonsequente Schweigen ist eine Abstufung des Garnicht-Antwortens, in ihm steckt eine Willkürlichkeit, die Verwirrung hinterlässt. Mal bekommt man eine Antwort, dann wieder nicht und der andere kann sich nie so ganz sicher sein, ob hinter der lückenhaften Kommunikation nun Absicht steckt oder nicht.

7. Chronisches Zuspätkommen

Den anderen warten zu lassen, ist ebenfalls nicht die feine englische Artwork. Kommt der andere ständig zu spät, kann das ein Indiz dafür sein, dass der Wartende indirekt passiv-aggressiv für ein vermeintliches Fehlverhalten bestraft werden soll.

8. Zusagen nicht einhalten und sich dumm stellen

Wird man immer wieder im Regen stehen gelassen, weil das Gegenüber sich nicht an Absprachen hält, Zusagen nicht eingehalten werden, kann das ebenfalls ein Merkmal für passiv-aggressives Verhalten sein. Dazu gehört auch das “Sich dumm stellen”, wenn nachgehakt wird.

So können Sie passiv-aggressives Verhalten aushebeln

Menschen, die sich mit passiv-aggressivem Verhalten behelfen, haben ein Drawback. Sie sind unfähig offen über ihre Bedürfnisse zu sprechen, mitzuteilen, was ihnen fehlt oder nicht behagt. Und sie tendieren dazu, die eigene Wut auf andere zu übertragen. Der schlimmste Fehler sei daher, auf geheime Wut mit offener Wut zu reagieren. Gehen Sie nicht auf etwaige Provokationen ein. Ruhig bleiben und sachlich argumentieren, ist die Devise. Psychologe Sachse rät, den Passiv-Aggressiven direkt, aber einfühlsam auf sein Verhalten anzusprechen und bestimmt Grenzen aufzuzeigen: “Ich habe das Gefühl, du willst das nicht. Wenn das so ist, kannst du es mir ruhig sagen. Aber diesen Mist mache ich nicht mehr mit!” Wichtig ist, dass Sie den Fehler in einer solchen Scenario als Gegenüber nicht bei sich selbst suchen. Kommt jemand beispielsweise grundsätzlich zu spät und reagiert empfindlich, wenn Sie das ansprechen, stellt sie vielleicht sogar als unflexibel und anstrengend dar, dann nehmen Sie sich das nicht zu Herzen. Passiv-Aggressive tendieren dazu, sich selbst als Opfer darzustellen.

Quelle: Spektrum, Sage Journals, Psychologie Heute, Day by day Mirror, Instagram

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