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Ausgesetztes Tier gefunden: So verhalten Sie sich richtig!

Up to date: 01.01.2023 – 11:32

Hilflose Vierbeiner
So verhalten Sie sich richtig, wenn Sie ein ausgesetztes Tier finden


Picture: Shutterstock/Bogdan Sonjachnyj

Auch wenn es schwer fällt, ein ausgesetzes Tier sollten Sie nicht streicheln oder knuddeln. Wie Sie sich richtig verhalten, lesen Sie in unserem Ratgeber.

Entdecken Sie auf einem Parkplatz oder auf einem Feld ein ausgesetztes Tier, gilt es, schnell zu handeln. Der Vierbeiner könnte lebensbedrohlich verletzt sein. Wie Sie jetzt vorgehen sollten – eine Checkliste.

Mutterseelenallein an einer Raststätte zurückgelassen, an einem Baum angebunden oder in einem Karton ausgesetzt – wenn Hund, Katze und Co zum Ballast werden, ereilt sie oft ein tragisches Schicksal. Schutzlos werden sie einfach den Gefahren der Natur ausgeliefert, weil ihre Halter*innen schlichtweg überfordert sind. Davon sind jedes Jahr bis zu 80,000 Tiere betroffen, teilt die Tierschutzorganisation “Peta” mit. Viele von ihnen werden überfahren, gefressen – oder glücklicherweise von tierlieben Menschen entdeckt. Doch was ist zu tun, wenn man ein ausgesetztes Tier gefunden hat?


Wer ein Tier aussetzt, begeht eine Straftat


Bevor Sie sich ein Haustier zulegen, sollten Sie in Ruhe überlegen, ob Sie genug Zeit, Geld und Platz für einen Hund, eine Katze oder ein anderes Kleintier haben. Sind alle Familienmitglieder einverstanden oder bestehen bekannte Tierhaarallergien? Wer nach einer Weile feststellt, eine Fehlentscheidung getroffen zu haben, kann das Tier beim Tierschutz oder im Tierheim abgeben. Nicht schön – aber immer noch besser, als es einfach auszusetzen und sich selbst zu überlassen.


Das ist nicht nur geschmacklos, sondern auch strafbar. Denn laut Paragraph 3 des Tierschutzgesetzes ist das Aussetzen von Tieren verboten. Unter Umständen kann es sogar den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraph 17 des Tierschutzgesetzes erfüllen. Wer seinen Hund oder seine Katze trotzdem einfach aussetzt, muss mit einer saftigen Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen.

Das sollen Sie tun, wenn Sie ein ausgesetztes Tier finden


Läuft Ihnen im Wald eine Katze über den Weg, doch ihr Frauchen und ihr Herrchen sind weit und breit nicht zu sehen? Oder entdecken Sie einen Hund, der seit Stunden an einer Laterne festgebunden ist? Schnell besteht die Vermutung, dass der arme Vierbeiner entlaufen ist oder gar ausgesetzt wurde. Bevor Sie voreilige Schlüsse ziehen, sollten Sie abwarten und wiefolgt vorgehen:


  1. Ganz wichtig: Nehmen Sie das gefundene Tier unter keinen Umständen einfach mit nach Hause.
  2. Sehen Sie sich den Hund oder die Katze genauer an: Macht er oder sie einen verwirrten, orientierungslosen oder erschöpften Eindruck?
  3. Warten Sie ab, ob der Besitzer oder die Besitzerin noch auftaucht.
  4. Wenn nicht: Melden Sie das Fundtier bei der Polizei oder informieren Sie das örtliche Tierheim bzw. den Tierschutz. Beobachten Sie das Tier währenddessen und bleiben Sie in seiner Nähe. Besorgen Sie, wenn möglich, eine Schale mit Wasser.
  5. Versuchen Sie das ausgesetzte Tier zu beruhigen, indem Sie mit ihm in einem ruhigen Ton sprechen.
  6. Auch wenn Ihnen die Fellnase leid tut, streicheln ist erst einmal tabu. Das Tier könnte gestresst sein oder sogar unter Schmerzen leiden und vor Angst zubeißen. Seien Sie vorsichtig, ein Katzenbiss kann ganz schön gefährlich sein.


→ Diese Warnsignale verraten Ihnen, ob der Hund zubeißen könnte.


Bei Katzen ist es mitunter schwer zu unterscheiden, ob es sich nur um einen herumstreunenden Stubentiger oder tatsächlich um ein ausgesetzes Kätzchen handelt. Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit und begutachten Sie die Katze. Achten Sie dabei auf folgende Fragen:


  • Tragt das Tier ein Halsband?
  • Sieht es gepflegt oder eher abgemagert aus?
  • Hat is Wunden oder andere Kampfspuren?


Haben Sie ein ausgesetztes Tier gefunden, gilt es schnell zu handeln, bevor die Fellnase “verhungert, erfriert oder überfahren wird”, warnt die Tierschutzorganisation “Peta”. Im schlimmsten Fall ist der gefundene Vierbeiner lebensbedrohlich verletzt und braucht umgehend tierärztliche Hilfe. Ist das Tier apathisch, reagiert nicht und atmet sehr flach, sollten Ihre Alarmglocken schrillen.


Warum Sie ein gefundenes Tier nicht einfach behalten dürfen


Manchmal ist es Liebe auf den ersten Blick und Sie möchten das Fundtier am liebsten gar nicht mehr hergeben. Doch das müssen Sie – denn Haustiere fallen unter das sogenannte Fundrecht. Das bedeutet, wer einen Hund, eine Katze oder ein anderes Heimtier findet, muss den Fund melden. So sollen entlaufen Tiere schnell wieder zu ihren Familien finden. Doch wer sein Tier ausgesetzt hat, möchte wahrscheinlich gar nicht, dass es zurück kommt. Was it additionally tuned?


Kann der Besitzer oder die Besitzerin nicht ermittelt werden bzw. möchte er oder sie das Tier nicht haben, stehen die Chancen für Sie intestine. Allerdings müssen Sie sich erst einmal sechs Monate gedulden, bevor Sie den tierischen Schützling behalten dürfen. In dieser Zeit wird nach dem Halter oder der Halterin gesucht. Währenddessen darf der Vierbeiner schon bei Ihnen zu Hause einziehen – muss jedoch wieder ausziehen, wenn der Eigentümer oder die Eigentümerin gefunden werden und das Tier wiederhaben möchten.


Quellen: vier-pfoten.de, peta.de, deine-tierwelt.de & rnd.de


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Wie sieht es aus – darf man eine zugelaufene Katze einfach behalten? Oder verhält es sich hier ähnlich, wie bei ausgesetzten Tieren?


Die Fellnase ist verschwunden und Sie sind schon ganz krank vor Sorge? Das können Sie tun, wenn Ihr Haustier vermisst wird!


Und damit es erst gar nicht dazu kommt: Mit Hunde-Monitoring können Sie Ihrem Vierbeiner auf Schritt und Pfote folgen.


Damit sie nicht wegläuft: Wie sinnvoll ist es, eine Katze an die Leine zu nehmen?



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