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Bauvorhaben in Heidenheim: Kompetenzzentrum für Rettungshunde entsteht in den Seewiesen


Die Arbeit der BRH-Rettungshundestaffel soll ein Zuhause bekommen: Am Freitagnachmittag fand in den Seewiesen in Heidenheim der symbolische erste Spatenstich für ein neues Kompetenzzentrum biologische und technische Ortung statt. Das 1200 Quadratmeter große Grundstück, das neben dem Vereinsheim des Skiclubs Schnaitheim liegt, wurde der Rettungshundestaffel von der Stadt Heidenheim in Erbpacht überlassen. Darauf soll ein zweistöckiges Gebäude mit 160 Quadratmetern Grundfläche entstehen, in dem sowohl Schulungsräume als auch Büros für die Verwaltungsarbeit des Vereins Platz finden sollen. Gerechnet wird mit rund 200,000 Euro Baukosten, die allerdings noch nicht vollständig finanziert sind.

Ehrgeiziges Projekt

„Es ist ein ehrgeiziges Vorhaben und nicht alltäglich“, sagte Uwe Köninger, der Vorsitzende der BRH-Rettungshundestaffel. Das Kompetenzzentrum solle einerseits die Heimat des Vereins werden, andererseits aber auch der Weiterbildung weit über die Stadtgrenzen hinaus dienen und die Arbeit verschiedener Rettungsorganisationen zusammenführen.

Köninger beschrieb auch die ehrenamtliche Arbeit, die die Mitglieder der Rettungshundestaffel leisten: „Meist werden wir gegen 22 Uhr gerufen, wenn der Opa, die Ehefrau oder das Variety nicht nach Hause kommen“, berichtete er. „Dann sind wir stundenlang in Wald und Feld unterwegs und tun unser Bestes“, so Köninger. Davor müsse eine jahrelange Ausbildung stattfinden, damit die Hunde überhaupt im Stande seien, Vermisste zu suchen. „Ich frage mich manchmal schon, warum ich das mache“, gestand der Vereinsvorsitzende. Der Second, in dem der erlösende Funkspruch komme und die vermisste Particular person gefunden sei, wiege aber die ganze Anstrengung auf, sagte er.

Flächensuche im Wald

Zu den Kompetenzen der Rettungshundestaffel zählt zum einen die Arbeit mit den Hunden, die als „biologische Ortung“ bezeichnet wird. Dazu gehört die Flächensuche in einem Waldgebiet nach vermissten Menschen genauso wie das Mantrailing, bei dem der Hund eine bestimmte Particular person aufgrund ihres Eigengeruchs sucht. Noch spezieller ist die Trümmersuche, bei der der Hund verschüttete Personen beispielsweise in einem Erdbebengebiet sucht. Ein neuer Aspekt der Arbeit der Rettungshundestaffel ist die Suche nach Wildschweinkadavern im Wald, womit die Afrikanische Schweinepest bekämpft werden soll. Und auch beim Aufspüren von Rehkitzen vor dem Mähen von Wiesen und Feldern können die trainierten Hunde eingesetzt werden.

Mensch, Hund und Technik

Der zweite Aspekt, der auch im neuen Kompetenzzentrum geübt werden soll, ist die technische Ortung, bei der zwei Drohnen und eine Wärmebildkamera zum Einsatz kommen. „Die Zusammenarbeit von Mensch, Hund und Technik muss als Crew funktionieren“, so Köninger. Dies müsse eingeübt werden, damit es im Ernstfall klappt. Dafür wünsche sich der Verein, der bislang rund 10,000 Stunden ehrenamtliche Arbeit professional Jahr leistet, auch professionelle Strukturen.

Wertschätzende Worte gab es bei der Veranstaltung von Bürgermeisterin Simone Maiwald, die es sehr beruhigend findet, dass die Rettungshundestaffel im Ernstfall bestens vorbereitet sei. „Von Seiten der Stadt danke ich Ihnen dafür, dass Sie rund um die Uhr bereitstehen“, sagte Maiwald. „Wir nehmen die Rettungsdienste als viel zu selbstverständlich wahr“, so die Bürgermeisterin. Den selbstlosen Einsatz der Ehrenamtlichen lobte auch Bianka Kneer, Dezernentin für Ordnung und Vorsorge beim Landkreis Heidenheim. „Die Kombination von biologischer und technischer Ortung garantiert eine zukunftsfähige Ausrichtung“, sagte sie.

Ein weiteres Grußwort kam von Jürgen Schart, dem Präsidenten des Bundesverbands Rettungshunde. Er bezeichnete die Heidenheimer Gruppe als eine „sehr aktive Staffel des Vereins“. Das Kompetenzzentrum soll ein Hinwendungsort werden, an dem man sich auch treffen und interdisziplinär austauschen könne, meinte er. Der kostenfreie Zugang zur Ausbildung von Ehrenamtlichen sei für den Verein ein sehr wichtiger Aspekt.


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Bislang hat die BRH-Rettungshundestaffel keine eigenen Räume und trifft sich zu Besprechungen in den ohnehin beengten Räumen des Tierheims. Übungen mit den Hunden finden im Wald statt. Das neue Gelände in den Seewiesen soll eingezäunt werden, so dass dort im Freien auch Trainingsgeräte für die Hunde wie Wippen oder Hängebrücken aufgebaut werden können.

Container oder Holzständer-Bauweise

Über die Bauweise des Gebäudes ist bislang noch nicht entschieden worden, es könnte in Modulbauweise mit Containern oder als Holzständerbau realisiert werden. Auf jeden Fall soll eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach dafür sorgen, dass das Gebäude CO2-neutral wird. Die Feinplanung beginnt jetzt, sodass der Bau im Lauf des nächsten Jahres beginnen kann und bis Ende 2024 alles komplett fertiggestellt werden könnte. Um die Finanzierung sicherzustellen, braucht der Verein noch Unterstützung, weshalb demnächst 800 bereits vorbereitete Spendenbriefe verschickt werden sollen. Weitere Informationen gibt es auf rettungshunde-heidenheim.de

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