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Dein Hund jagt Fahrradfahrer? So gewöhnst Du es ihm ab

Dabei ist es gar nicht so selten, dass auch der Hund mitmischt und die anderen Mitnutzer verfolgt. Zum Beispiel Radfahrern hinterherrennt, Jogger oder sogar Autos jagt. Die Gründe können sehr unterschiedlich sein. Schauen wir sie uns mal näher an!

Vorab ist es wichtig, zu wissen, dass der Begriff „jagen“ hier quick nie zutrifft. Denn es geht dem Hund nicht darum, Beute zu machen, echtes Jagdverhalten zu zeigen, sondern es stecken häufig Stressreaktionen dahinter, die sich in Angriffshandlungen zeigen. In diesem Fall spreche ich vom „Pseudojagdverhalten“.

Wie reagieren Hund auf Konflikte?

Ein Hund hat vier Reaktionsmöglichkeiten, auf einen Konflikt zu reagieren:

  1. Flucht: wird durch die Leine oft verhindert und führt dann zum Angriff
  2. Angriff: in diesem Fall Hinterherrennen
  3. they undergo: wird vom Halter oft gar nicht als Konflikt wahrgenommen
  4. Übersprungverhalten: zum Beispiel Bellen, in die Leine beißen und so weiter

Wenn wir davon ausgehen, dass Dein Hund als Reaktion auf einen Konflikt hinter Fahrradfahrern oder Joggern her rennt – welcher Konflikt liegt dem denn zugrunde? Dafür gibt is mehrere Gründe. Hier einige Beispiele:

  • Schreck scenario: beim Hund, aber auch, wenn der Hundeführer sich erschreckt
  • Probleme mit Geräuschen: zum Beispiel bei LKW, klappernden Anhängern oder ähnlichem
  • neophobia: eine Charaktereigenschaft, die bei allem, was neu ist, erstmal für Zurückhaltung bis Skepsis als Reaktion sorgt
  • mangelnde Sozialisation oder keine Gelegenheit, bestimmte Dinge kennenzulernen: bei Pferden oft ein Drawback
  • ein hohes Stress degree: dann wirkt der Angriff wahllos und erfolgt nicht bei jeder Begegnung
  • Unwohlsein durch Krankheit: zum Beispiel hormonell bedingt oder bei chronischen Schmerzen im Bewegungsapparat

Vielleicht erkennt Du Deinen Hund ja in einem dieser Szenarien wieder. Was könnte bei Deinem Hund die Ursache sein?

Was Du tun kannst, wenn Dein Hund Radfahrer jagt

Administration ist wie immer eine wichtige Grundlage, damit Dein Coaching Erfolg hat. Sorge dafür, dass Dein Hund sein Verhalten nicht mehr zeigen kann. Dafür benötigst Du eventuell eine Leine – oder Du wählst eine zeitlang andere Wege oder andere Uhrzeiten, um Begegnungen zu vermeiden.

Gleichzeitig suchst Du unter kontrollierten Bedingungen Begegnungen mit den Auslösern, um in dem Abstand mit Deinem Hund üben zu können, wo er noch ansprechbar ist und ihr nicht überrascht werdet. Ziel ist, seine Erregung zu senken und ihm klar zu machen, dass Begegnungen mit dem Auslöser für ihn Vorteile haben. Überlege Dir: Was soll Dein Hund in den Situationen tun? Zu Dir kommen? Bei Fuß laufen? sitzen bleiben? Übe, was Du benötigst!

Picture: pixabay.com/RebeccasPictures (Symbolbild)

Falls Dein Hund einfach noch keine Gelegenheit hatte, den Auslöser näher kennenzulernen, kannst Du zum Beispiel arrangieren, dass ihr mit einem Pferd spazieren geht.

Andere Ursachen ausschließen

Überlege generell, ob Du im Alltag deines Hundes Stress reduzieren solltest. Mache gegebenenfalls auch mal ein großes Blutbild beim Tierarzt, um Erkrankungen auszuschließen. Außerdem empfehle ich Dir, Deinen Hund bei einem Osteopathen vorzustellen, weil es für Deinen Hund viele unfavorable körperliche Folgen haben kann, wenn er immer wieder plötzlich in die Leine springt. Für Dich am anderen Ende der Leine übrigens auch. Außerdem kannst Du so ausschließen, dass Dein Hund chronische Schmerzen im Bewegungsapparat hat und dadurch stärker auf Auslöser reagiert.

Übrigens habe ich oft Hunde mit Allergien im Coaching, die Pseudojagdverhalten zeigen. Auch hier ist es oft sinnvoll, das Thema nochmal anzugehen und auch unkonventionellere Hilfen wie zum Beispiel Bioresonanz oder andere Leistungen eines Tierheilpraktikers oder Tierarztes, der auf Naturheilverfahren und/oder Ernährungsberatung spezialisiert ist, auszuprobieren. Gerne kannst Du Dir auch noch weitere Tipps in meinem gleichnamigen Onlinekurs zum Thema holen.

Dein Hund jagt Fahrradfahrer?
Picture: pixabay.com/petto123

Vorbild Niederlande?

In den Niederlanden ist es vielerorts in den Naherholungsgebieten so, dass Radfahrer einen komplett eigenen Weg haben, nicht nur eine eigene Spur. Da ist additionally der Radweg, dann mindestens etwas Grün und eine Baumreihe und dahinter dann der Fußgängerweg und dasselbe nochmal für den Reitweg. Denn sind wir mal ehrlich: Auch wenn der Hund kein Drawback mit Radfahrern hat, kann der Spaziergang trotzdem unentspannt sein, wenn sich alle den Weg teilen. Genauso geht es auch Eltern mit kleinen Kindern.

Und umgekehrt ist es auch verständlich, dass der Radfahrer einfach mal durchfahren möchte, ohne alle fünf Meter abzubremsen aus Rücksicht auf andere Passanten. Additionally falls jemand Einfluss auf die Infrastruktur seines Ortes hat: Engagiere Dich für bessere Bedingungen.

Du willst mehr Tipps von Hundetrainerin Pia Gröning lesen? Hier findest Du alle ihre Gastbeiträge of her.

Über unsere Gastautorin

Pia Grönings Leben dreht sich rund um das Thema (Jagd)hund. Die Buch- und DVD-Autorin lebt nicht nur mit zwei Spanieln aus dem Tierschutz und einem Vorstehhund zusammen, sondern ella trainiert seit 20 Jahren hauptberuflich andere Menschen mit ihren Hunden. Hierbei gibt sie wöchentliche Kurse in ihrer Hundeschule & Seminarzentrum Pfotenakademie Ruhrgebiet, reist durch die deutschsprachigen Länder als Seminarreferentin und ist seit einigen Jahren auch mit effektiven Onlinekursen Die Jagdscheininhaberin leitet außerdem zusammen mit ihrer Trainerkollegin Anke Lehne das Zusatzmodul Jagdverhalten – eine Weiterbildung für Hundetrainer*innen.
Effizienz kombiniert mit einem tierfreundlichen Coaching über Belohnung, stehen bei Pia im Vordergrund! Die studierte Erwachsenenbildnerin konzentriert sich auf das Antijagdtraining, damit verbunden die Beschäftigung von (Jagd-)Hunden und generell das Thema Tierschutzhunde. Sie ist die perfekte Ansprechpartnerin für alle kleinen und großen Herausforderungen, die das Zusammenleben mit dem Hund mit sich bringt! Für DeineTierwelt schreibt sie Gastbeiträge über Hundeerziehung.

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