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Die Dackel rennen wieder – Großes Rennen in Wangen

2013 von der Wangenerin Ute E. Hafner ins Leben gerufen, dachten einige Zeitgenossen zunächst an eine Schnapsidee. Die ella fand indes schnell viele Freunde aus nah und fern – ganz ohne Alkohol – und ist aus dem Wangener Veranstaltungskalender inzwischen längst nicht mehr wegzudenken.

Die Rede ist vom Dackelrennen am Gehrenberg. Am Sonntag, 25. September, steht es nach zwei Jahren Pause wegen der Pandemie zum jetzt achten Mal an.

Da müssen wir dabei sein.

Udo Wellen

Vor neun Jahren hatte Udo Wellen eine Annonce gesehen und sich gedacht: ein Dackelrennen in Wangen, „das müssen wir sehen, da müssen wir dabei sein“. Mit „wir“ meint Wellen ihn, vor allem aber seinen Dackel Ben.

Und beide kamen seinerzeit auf den Gehrenbergsportplätzen offenbar so sehr auf den buchstäblichen Hund, dass sie Wiederholungstäter wurden.

Dackelrennen (Photograph: Tine Steinhauser)
  Eine Tierärztin sorgt sich um die Gesundheit der teilnehmenden „Teppichporsches“.
Eine Tierärztin sorgt sich um die Gesundheit der teilnehmenden „Teppichporsches“. (Photograph: Archive:vsti)

2015 sprang der Weingartener zusätzlich bereits als Moderator ein, später dann – Ute E. Hafner hatte sich zurückgezogen – wurde er zusammen mit einigen Mitstreitern gar Organisator der Veranstaltung.

Einzig Ben ist darüber in die Jahre gekommen und mit zwölfeinhalb Lenzen inzwischen zu alt, um sich mit anderen Kurzbeinern um die Wette zu trollen.

55 kleine Hunde am Begin

Doch auch ohne Udo Wellens Dackel gehen am Sonntag erneut 55 kleine Hunde an den Begin, die der Organisator „kleine Kobolde“ nennt.

Unterwegs sind sie wie üblich in drei Klassen: Normalschlag, Zwergschlag und Dackelmix. Und das mit Ausscheidungsrennen von je drei Tieren über 50 Meter, ehe es zum großen Finale kommt.

So soll das Impfen im Kreis Ravensburg im Winter ablaufen

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Dabei kommt es vor allem auf die gerannte Zeit an, erläutert Wellen das Verfahren. Das heißt, auch der Erstplatzierte eines im Schnitt langsamen Rennens kann theoretisch ausscheiden. Schnell waren dagegen die Besitzer der teilnehmenden Dackel – und das vor geraumer Zeit.

Denn der Organisator berichtet: Ein wenig Werbung über Fb genügte, damit die Anmeldelisten schon zehn Tage nach deren Öffnung am 1. Juni komplett gefüllt waren. Und die ist worldwide besetzt, denn die Teilnehmer mit den fliegenden Ohren kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Österreich und der Schweiz.

Üppiges Rahmenprogramm

Das battle in früheren Jahren auch schon so – und ebenfalls, dass sich rund um das eigentliche Rennen über die Jahre ein stattliches Rahmenprogramm entwickelt hat. So geht der Renntag bereits um 11 Uhr im Innenhof des Alten Spitals in der Wangener Altstadt mit einer Begrüßung durch Vertreter der Stadt und einer Dackelsegnung durch Argenbühls katholischen Pfarrer Rupert Willburger los.

Udo Wellen freut sich schon jetzt auf dessen „originelle Artwork, wurde er doch auch von einem Dackel geprägt“, sagt er und erklärt: Der Geistliche sei selbst Besitzers eines Exemplars dieser vorwitzigen Hunderasse gewesen.

Damit nicht genug: Es gibt ferner eine Stadtführung, die an den Gehrenbergsportplätzen endet. Dort bewirtet das Rote Kreuz bereits ab 12 Uhr mit Kaffee und Kuchen, und Gegrilltes sowie kühle Getränke sind ebenfalls im Angebot.

Kritierien für die Teilnahme

Ehe um 14 Uhr der erste Startschuss fällt, werden die „Teppichporsches“ allerdings überprüft. Die Impfbescheinigungen müssen vorliegen, Udo Wellen nennt das augenzwinkernd „Dopingkontrolle“.

Eine Tierärztin achtet nicht nur auf die Gesundheit der Tiere, sondern auch auf Kriterien wie das Mindestalter von einem, das Höchstalter von zehn Jahren und ein maximal Renngewicht von elf Kilogramm.

Die lachen ja über die Strecke.

Udo Wellen

Einwänden, die Hunde könnten bei dem Rennen überfordert werden, widerspricht er schon im Vorfeld: Dackel seien eigentlich für die Jagd bestimmt und hätten ganz anderes in den Beinen als Rennen über 50 Meter: „Die lachen ja über die Strecke.“

Und bei allem sportlichem Ehrgeiz von manchem Herrchen oder Frauchen weiß er aus den Erfahrungen vergangener Jahre doch: Beim internationalen Wangener Dackelrennen zählt vor allem der olympische Grundgedanke: Dabei sein ist alles.

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