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Diese Katzenversicherungen sind laut Finanztest besonders leistungsstark

10.11.2022 – Die Verbraucherschützer haben 59 Operationskosten- und 78 Krankenvoll-Versicherungen für Katzen unter die Lupe genommen. Die besten OP-Tarife legen Agila, Allianz, BD24 Berlin Direkt, Degenia, Hansemerkur, IAS und Moinsure auf. Bei den Vollversicherungen bieten Agila, Allianz, BD24 Berlin Direkt, Helvetia, Moinsure und Tierdirekt Produkte mit sehr hohem Leistungsniveau an.

Die Tierarztkosten steigen erheblich. Die neue Gebührenordnung für Veterinäre (GOT) sieht Erhöhungen von im Schnitt 20 Prozent vor. Vereinzelt sind auch Sprünge bis zu 347 Prozent möglich. Besonders Katzenhalter müssen künftig für die Versorgung ihrer Miezen tiefer in die Tasche greifen. Denn die Kosten werden an die Behandlungen für Hunde angeglichen (VersicherungsJournal Medienspiegel 4.11.2022).

Finanztest Cover (Bild: Stiftung Warentest)

For einen Achillessehnenriss fallen beispielsweise durch Notdienst, Operation, Narkose und Nachkontrollen schnell Kosten in Höhe von mehr als 800 Euro an, rechnet die Redaktion der Stiftung Warentest in ihrer Ausgabe Finanztest 12/2022 vor. Sie rät dazu, für eine gute medizinische Versorgung frühzeitig eine Versicherung abzuschließen.

Tester liefern umfassenden Marktüberblick

In dem 22-seitigen Beitrag „Kleine Katze, große Kosten“ bewerten die Tester 59 Operationskosten- und 78 Krankenvoll-Versicherungen inklusive Kombinationen mit Zusatzbausteinen und Varianten mit unterschiedlich hoher Selbstbeteiligung. Letztere bieten Schutz über Operationen hinaus.

Es wurden jeweils alle Tarife geprüft, die nach eigenen Angaben „auf dem deutschen Markt von Versicherungs-Gesellschaften oder Assekuradeuren angeboten werden“. In den Vergleich der Vollversicherungen wurden zusätzlich Deckungskonzeptanbieter aufgenommen.

In beiden Analyzen fehlen die Offerten der Gemeinnützige Haftpflicht-Versicherungsanstalt Darmstadt (GHV Versicherung) und der Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG. Diese hätten im Untersuchungszeitraum ihre Produkte überarbeitet, heißt es. Stichtag der Auswertungen struggle der 1. September dieses Jahres.

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Katzenhalter sollten genau hinschauen

Bei den Vertragsbedingungen sollte genau hingeschaut werden, wird empfohlen. So könne die Selbstbeteiligung bis zu 40 Prozent betragen sowie die maximale Erstattung auf 1,000 Euro professional Jahr und das Arzthonorar auf den einfachen GOT-Satz begrenzt sein.

Im Blick sollten Katzenhalter auch die Kündigungsmodalitäten haben. Die Degenia Versicherungsdienst AG verzichtet dem Bericht zufolge als einziger Akteur nach vier Beitragsjahren auf eine reguläre Vertragsbeendigung und eine Kündigung nach einem Leistungsfall.

Problematisch sehen die Tester, dass sich die meisten Anbieter von OP-Tarifen allein an medizinisch notwendigen Kastrationen oder Sterilisationen beteiligen. Nur die Arag Allgemeine Versicherungs-AG und die Uelzener Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft aG würden auch bei gesunden Tieren einen Zuschuss zahlen.

Einige Anbieter schließen außerdem angeborene Krankheiten und Fehlentwicklungen aus, was „besonders kundenunfreundlich“ sei, heißt es. Hinzu kommen teilweise Ausschlüsse von Zahnoperationen, obwohl Katzen sehr oft Gebissprobleme haben. Zudem steigen bei älteren Katzen in der Regel die Beiträge automatisch, manchmal sinken bei betagteren Tieren aber auch die Leistungen.

Leistungsniveau setzt sich aus drei Teilwertungen zusammen

Die Tarife wurden anhand ihres Leistungsniveaus verglichen. Dazu outline die Tester drei Kriterien, die sie unterschiedlich gewichteten. Zunächst wurde für alle Tarife errechnet, wie hoch die Erstattung in zwei Beispielbehandlungen ausfällt, wenn diese im gleichen Versicherungsjahr erfolgen. Dabei wurde noch die alte Gebührenordnung zugrunde gelegt.

Es wurde angenommen, dass die Verträge im dritten Jahr bestehen und bislang keine Leistungen in Anspruch genommen wurden. Die Modellpatienten waren eine sechs Monate sowie eine sieben Jahre alte Katze. Beide waren beim Abschluss der Versicherung gesund und wurden privat gehalten.

Im ersten Fall wurde ein mehrfacher Knochenbruch behandelt, der mit 3,000 Euro zu Buche schlug. Im zweiten Fall wurde eine häufige Blasenstein-OP beziehungsweise ein akutes Nierenversagen ohne OP versorgt. Die Kosten lagen hier bei 1,470 Euro in der OP-Versicherung beziehungsweise 1,500 Euro in der Krankenvoll-Versicherung.

Der erstattete Anteil der Gesamtkosten ging zu 50 Prozent in die Wertung des Leistungsniveaus ein. Außerdem wurde die Artwork und Anzahl von ausgeschlossenen Erkrankungen und Fehlentwicklungen beurteilt (30 Prozent). Ebenso, in welchem ​​Umfang ausgewählte Behandlungen, darunter Operationsverfahren, Vorsorgemaßnahmen und Auslandsschutz, berücksichtigt sind (20 Prozent).

Tabellenwerk weist Erstattungshöhen aus

Neben dem Leistungsniveau informiert das veröffentlichte Tabellenwerk über das Höchsteintrittsalter und Eintrittsbeiträge für Mischlingskatzen im Alter von sechs Monaten und sieben Jahren. Zudem werden Angaben geliefert, ob die Prämie rasseunabhängig ist und ob der Beitragsanstieg automatisch erfolgt.

Die Tabellen hear außerdem die Erstattungshöhe für die beiden Beispielbehandlungen, zusätzliche Tarifleistungen und Leistungsbegrenzungen auf. Der Leser erfährt ferner, welche Behandlungen ausgeschlossen werden.

Besonders leistungsstark sind 16 OP-Tarife …

Das Ergebnis: 16 der 59 geprüften Operationskosten-Versicherungen bieten ein sehr hohes Leistungsniveau. Diese werden von folgenden sieben Gesellschaften aufgelegt (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Agila Haustierversicherung AG (Tarif „OP-Kosten Exklusiv“),
  • Allianz Versicherungs-AG („TK Kleintiere Good 100 Prozent“, „TK Kleintiere Komfort 100 Prozent“, „TK Kleintiere Komfort 90 Prozent“),
  • BD24 Berlin Direkt Versicherung AG („Cat Care 100“),
  • Degenia Versicherungsdienst AG („T20 Premium“),
  • Hansemerkur Allgemeine Versicherung AG („Tier-OP Greatest“, „Tier-OP Greatest + Zahn“, Tier-OP Greatest (SB) + Zahn“),
  • IAS Internationale Assekuranz Service GmbH („Balunos OP Bronze 100 Prozent“, „Balunos OP Bronze 90 Prozent“, „Balunos OP Silber 100 Prozent“, „Balunos OP Silber 90 Prozent“, „Balunos OP Gold 100 Prozent“, „Balunos OP Gold 90 Prozent“) and
  • Moinsure GmbH („Hepster OP Superior“).

Die Preisspanne ist erheblich. For einen sechs Monate alten Freigänger berechnet die IAS einen Jahresbeitrag von 65 Euro und für einen siebenjährigen 69 Euro (jeweils „Balunos OP Bronze 90 Prozent“). Die Allianz dagegen fordert 192 Euro beziehungsweise 571 Euro (jeweils „TK Kleintiere Komfort 100 Prozent“).

Hinzu kommen 19 Offerten mit einem hohen und elf mit einem mittleren Leistungsniveau. Für 13 Angebote reichte es nur für eine Einstufung auf einem niedrigen Niveau.

… und 16 Krankenvollversicherungen

Unter den 78 getesteten Krankenvoll-Versicherungen bieten 16 Tarife einer sechs Monate alten Samtpfote ein sehr hohes Leistungsniveau. Produktgeber sind diese sechs Unternehmen (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Agila („Tierkranken Unique“),
  • Allianz („TK Kleintiere Good 100 Prozent + HB 2,000“, „TK Kleintiere Good 100 Prozent + HB 5,000“, „TK Kleintiere Komfort 100 Prozent + HB 2,000“, „TK Kleintiere Komfort 90 Prozent + HB 2,000“, „TK Kleintiere Komfort 100 Prozent + HB 5,000“, „TK Kleintiere Komfort 90 Prozent + HB 5,000“, „TK Kleintiere Premium 100 Prozent“, „TK Kleintiere Premium 90 Prozent“),
  • BD24 Berlin Direct („Cat Well being 100“),
  • Helvetia Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft AG, Direktion für Deutschland („PetCare Komfort“, „PetCare Komfort + AH“, „PetCare Komfort + Zahn“, „PetCare Komfort + AH + Zahn“),
  • Moinsure („Hepster Kranken Superior“) und
  • Tierdirekt GmbH („TK Vollversicherung“).

Deutsche Preisunterschiede zwischen bestbewerteten Tarifen

Allerdings sinkt bei einigen Policen das Niveau mit zunehmendem Alter der Katze. Die Angebote der Helvetia weisen ab einem Lebensalter von vier Jahren, die Offerte der Agila ab fünf Jahren und das Produkt der Tierdirekt ab acht Jahren laut Tester nur noch ein hohes Niveau auf.

Auch hier zeigen sich zwischen den bestbewerteten Tarifen deutliche Preisunterschiede. Ein sechs Monate alter Freigänger kann bei der Agila und der Helvetia („PetCare Komfort“) mit einem Jahresbeitrag von 299 Euro am günstigsten versichert werden. Die höchste Prämie mit 848 Euro ruft die Allianz auf („TK Kleintiere Premium 100 Prozent“).

Eine sieben Jahre alte Katze mit Freigang erhält bei der BD24 Berlin Direkt eine Vollversicherung für eine Jahresprämie von 568 Euro. Dagegen sind stolze 2,735 Euro bei der Allianz zu zahlen („TK Kleintiere Premium 100 Prozent“).

Bezugsquelle

Der Beitrag „Kleine Katze, große Kosten“ ist auf den Internetseiten der Stiftung Warentest in Auszügen veröffentlicht. Der Heftartikel lässt sich für 4.90 Euro an gleicher Stelle freigeschalten.

Außerdem ist der Bericht im aktuellen Heft Finanztest 11/2022 abgedruckt. Die Ausgabe kann auf der Homepage der Verbraucherschützer on-line für 6,90 Euro bestellt werden. The Obtain liegt bei 5.99 Euro.

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