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Gibt is Demenz bei Haustieren?

Dass Menschen dement werden können, ist bekannt, aber wie sieht es bei Haustieren aus? Können der Hund oder die Katze ebenfalls demenzkrank werden und wenn ja, woran merken ihre Besitzer, dass mit ihren vierbeinigen Freunden etwas nicht stimmt? Für Tierärzte ist Demenz bei Haustieren keine Seltenheit und sie fordern eine bessere Aufklärung und eine dem Zustand der Tiere angepasste medizinische Versorgung. Vor allem ältere Tiere können davon profitieren.

Ein verändertes Wesen

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Die Katze wirkt auf einmal völlig disorientiert und der Hund steht hilflos winselnd in der Ecke – dieses Verhalten kann auf eine Demenz bei Haustieren hinweisen. Die Tiere zeigen plötzlich Ängste, ihr ganzes Wesen verändert sich und die Besitzer können sich nicht erklären, was sich dahinter verbirgt. Die Lösung ist einfach und traurig zugleich: Demenz. Wie Menschen können auch Katzen und Hunde im Alter an Demenz erkranken. Wenn die Krankheit bei Tieren auftritt, wird sie aktuell unterdiagnostiziert, was zur Folge hat, dass auch die betroffenen Tiere unterversorgt werden. Die Tierärztliche Hochschule in Hannover fordert deshalb eine bessere Aufklärung über das Thema Demenz bei Haustieren. Zudem muss es eine deutlich bessere Prophylaxe geben, die es ermöglicht, dass ältere Tiere besser versorgt werden.

Verschiedene Studien

Die Hochschule in Hannover bietet einmal in der Woche eine spezielle Sprechstunde für Tiere an, die unter Demenz leiden. Hier geht es in erster Linie um die Diagnose der Erkrankung, die Linderung der Symptome und die richtige Prävention. Unterschiedliche Studien, die es bereits zu diesem Thema gibt, kommen zu dem Schluss, dass ein Drittel der Hunde zwischen 15 und 16 Jahren, sowie jede zweite Katze über 15 Jahre dement werden. Die realen Zahlen dürften um einiges höher sein, weil die Demenz bei Haustieren durch die mangelnde Aufklärung nicht immer erkannt wird.

Ein immer unterschiedlicher Verlauf

Der erste und wichtigste Schritt ist es, die Demenz zu erkennen. Der Verlauf der Erkrankung ist bei jedem Tier anders und damit immer unterschiedlich. Speziell die ersten Symptom sind sehr individuell. Ein klassisches Anzeichen, das etwas nicht stimmt, ist, wenn die Tiere disorientiert sind und einfach nur noch in einer Ecke stehen. Der Besitzer bekommt den Eindruck, als würden Hund oder Katze die Tür nicht mehr finden. Neben der social Interaktion verändert sich auch der Schlafrhythmus der Tiere, sie werden immer ängstlicher und Katzen beginnen, exzessiv zu miauen. Unruhe kann ebenfalls ein Symptom bei der tierischen Demenz sein. Hunde etwa wollen nicht mehr vor die Tür und die Spaziergänge werden schließlich immer kürzer. In nur zwei Jahren kann sich das Wesen der Tiere komplett verändern, ganzähnlich, wie es beim Menschen der Fall ist.

Fazit zu Demenz bei Haustieren

Für die Besitzer ist es immer sehr schmerzlich, ansehen zu müssen, wenn Hund oder Katze ihren eigenen Fressnapf nicht mehr erkennen. Auch die Bindung zum Menschen wird immer brüchiger und es ist nicht mehr zu übersehen, dass die geliebten Vierbeiner langsam, aber unaufhörlich in einer anderen Welt leben. Nicht selten beißen demente Hunde sogar ihre Besitzer, wenn diese sie berühren wollen. Angstlösende Mittel können in diesem Fall eine Hilfe für die Tiere sein, sinnvoll sind auch bestimmte Ergänzungsfuttermittel und eine Medikation gegen Arthrose. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, bleibt dem Tierarzt als letzte Choice nur noch, die Tiere einzuschläfern.

Bild: @ depositphotos.com / Elnur_

Ulrike Dietz

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