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Martin Rütter entsetzt über Halter von Dalmatiner Bobberle

Absolutes Chaos in der aktuellen Folge von „Der Hundeprofi – Rütters Crew“ (samstags, 19.10 Uhr bei Vox): Der neun Monate alte Dalmatiner Bobberle ist voll auf Zerstörungskurs: Zu Hause bei Claudia und Michael sind die Möbel angefressen, Bobberle turnt hemmungslos über Tisch und Stühle und bedrängt seine Menschen auf Schritt und Tritt. „Der ist wild, wie man es sich kaum vorstellen kann. Er macht, was er will“, stöhnen sie.

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Martin Rütter: „Da weiß man schon nach zehn Sekunden, dass man es mit einem intelligenten Hund zu tun hat. Die Menschen sind viel zu langsam für ihn”, so seine erste Diagnose de el. Während Bobberle mit leeren Wasserflaschen spielt oder in den Besen beißt, muss der Hundeprofi grinsen: „Ein fröhlicher Anarchist! Kann man das nicht einfach zehn Stunden kommentarlos senden?“, feixt er. Doch der Hundeprofi macht auch klar, dass Bobberles Verhalten einen ernsten Hintergrund hat: Der Junghund ist völlig unterfordert.

„Bisher hat der Hund nur nicht gelernt: Was könnte ich denn anderes machen, als den ganzen Tag Blödsinn zu verzapfen?“, sagt Martin Rütter, „auch, wenn ich darüber schmunzeln muss, ist der ziemlich arm dran: Dieser Hund geht einfach kaputt vor Langeweile.“ Bobberles Frauchen fürchtet, dass es so bleibt. Der Hundeprofi sarkastisch: „Da kann ich schon mal beruhigen: Das bleibt nicht so – das wird schlimmer!“

Martin Rütter: „Der Hund hat zwei Leibeigene“

Zumal Bobberles Menschen das Verhalten ihres Hundes auch noch unwissentlich weiter anstacheln. Als der Hund Michael beim Essen bedrängt und schon quick auf seinem Schoß sitzt, belohnt sein Herrchen ihn mit einem Stück Käse. „Hier fangen wir wirklich bei Bienchen und Blümchen an“, ist der Hundeprofi entsetzt. Er ahnt, welch schwere Aufgabe vor seiner Trainerin Sophie Grethe liegt: „Die Sophie wird sich die Haare ausreißen!“

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Und tatsächlich: Beim Erstbesuch dreht Bobberle voll auf, bespringt und schlabbert die Hundetrainerin ab. „Und was macht ihr, wenn ihr Gäste habt, die das nicht so intestine finden?“, will sie wissen. „Die finden das intestine!“, behauptet Frauchen. Martin Rütter kann nicht mehr: „Hier kommen nur unsere Freunde vom Verein ‚Gerne abgeleckt e. V.’, ansonsten laden wir niemanden ein, fertig!“ Als Bobberle auch die Glatze von Herrchen ableckt, ist Sophie baff: „Manche Hunde haben eine Schleckmatte, er hat einen Schleckkopf – der Knaller!“

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Auch sonst reagieren Bobberles Menschen stets nur auf sein Verhalten. Grenze? Fehlanzeige. Im Gegenteil. Michael hält ihm sogar eine Decke bereitwillig hin, damit der Junghund rammeln kann. Martin Rütter traut seinen Augen kaum: „Hier hat ein Hund zwei Leibeigene, so was habe ich echt noch nie gesehen!“ Auch Sophie erkennt schnell, was im Hause Bobberle schiefläuft: „Der beschäftigt sich den ganzen Tag, Drawback ist nur: Er wird nicht beschäftigt.“ Die erste Maßnahme: Der Dalmatiner bekommt eine Hausleine angelegt und soll sein Futter künftig selber suchen und so geistig ausgelastet werden. Futter vom Tisch und aus dem Napf sind ab sofort taboo! Und Claudia und Michael sollen Bobbele öfter ignorieren.

Michael: „Dass wir dem Hund zu viel Aufmerksamkeit schenken, haben wir einfach nicht gewusst.“ Doch seine Frau sieht das anders: „Ich habe es schon gewusst! Für mich ist es mein Variety. Ich vergöttere den Hund“, sagt sie. Der Hundeprofi ist bei diesen Worten alarmiert: „Der Schlüssel wird sein, dass Claudia versteht, dass sie dem Bobberle mit ihrem Verhätscheln nichts Gutes tut.“

Der Hundeprofi ist alarmiert

Nach drei Wochen kommt Rütters Trainerin zum Examine. Wie läuft es mit der Futtersuche? „Schlecht, er hat kein Interesse“, behauptet Claudia. Sophie Grethe wundert sich. Bobberle hatte eifrig mitgemacht, als sie das Coaching anleitete. Doch so konsequent conflict Frauchen Claudia nicht. „Meine Frau hat Angst, dass er verhungert“, gesteht Michael. Daher hätte Bobberle sein Futter wie immer im Napf bekommen. „Es wird mit dem Coaching immer schwer, wenn der Hund intelligenter ist als die Menschen“, kommentiert der Hundeprofi den Trainingsstand reichlich bissig.

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Claudia habe den Sinn der Übung nicht verstanden. „Es ist wirklich krass: Sie haben mit Bobberle eine intelligente Hochleistungsmaschine und behandeln ihn wie ein leicht zurückentwickeltes Wesen das nicht selber durch die Welt kommt. Wie soll Bobberle solche Menschen denn für voll nehmen? Das ist gar nicht möglich”, so seine deutliche Kritik of her.

Trainerin Sophie dringt weiter auf die Futtersuche und gibt den Menschen zudem als Hausaufgabe, dass sie „Bleib!“ üben sollen, damit er lernt, zur Ruhe zu kommen. Doch auch beim nächsten Besuch Wochen später ist das Bild bei Bobberle kaum verändert: Während der Junghund die Trainerin anspringt, stehen die Menschen daneben und fühlen sich nicht zuständig. Auch die Futtersuche haben sie nicht weiter trainiert. „Ihr zieht es nicht durch!“, wird die geduldige Trainerin langsam sauer. Michael: „Der Hund ist zu satt, ich weiß.“ Sophie: „Ja, der ist zu satt und zu verwöhnt!“

Beim „Bleib!“-Coaching gibt es zwar erste Fortschritte, doch als alle auf der Sofa sitzen, stürmt Bobberle erneut los. Dabei schnappt er sogar in Claudias Unterarm de ella. „Das macht er immer, wenn ihm was nicht passt“, sagt sie, als wäre das völlig regular. Trainerin Sophie ist hingegen alarmiert: „Das ist nur der Anfang! Er ist noch jung, das kann tatsächlich noch gesteigert werden.” Martin Rütter: „Das kann alles noch viel ernster werden – und beide Menschen registrieren das gar nicht!“

Hundeprofi hat kaum Hoffnung

Die Prognose des Hundeprofis ist düster: „In 30 Jahren wird sich da nichts an der Beziehung ändern. Der eine spricht Hündisch und der andere Chinesisch“, sagt er. „Da kann Sophie noch 600-mal hinfahren, dort einziehen, einen der Beteiligten heiraten – keine Likelihood!“ Sophie sieht es ähnlich hoffnungslos: „Als Trainerin ist es ziemlich frustrierend, immer wieder dasselbe zu erzählen und dann doch wieder enttäuscht zu werden.“

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Und Bobberles Menschen? Die nehmen es sich immerhin vor, konsequent mit ihrem Junghund zu sein: „Man kann in einem Vierteljahr nicht nachholen, was man in einem Dreivierteljahr versäumt hat“, verteidigt sich Michael. Martin Rütter hat das letzte Wort: „Ich glaube, die beiden haben gedacht, da kommt jetzt jemand, der löst die Probleme – nicht, dass sie selbst etwas ändern müssen… dazu sind sie einfach nicht bereit.”

RND/Teleschau

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