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Mit Hund und Katz aus der Ukraine nach Verden geflüchtet

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Von: Florian Adolph

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Katzen wie diese begleiten ihre Menschen auf der Flucht vor Putins Krieg. Auch in Verden ist so manches Haustier angekommen. © Imago/Dmytrox Smolyenkox

Seit Beginn des Krieges haben Flüchtlinge aus der Ukraine ihre Haustiere mit nach Verden gebracht. Hunde, Katzen, Pferde und mehr, begleiteten ihre Herrchen und Frauchen in eine ungewisse Zukunft.

Verden – Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind viele Menschen geflohen – junge, alte, Männer, Frauen und natürlich auch Haustierbesitzer. Viele von diesen wollten natürlich Hund und Katz nicht einfach zurücklassen, gehören diese doch oft zur Familie. Somit dürfte es nicht überraschen, dass viele Haustiere mit ihren Besitzern auch in den Landkreis Verden flohen.

Wie viele kamen seit Kriegsbeginn her und wie ist es ihnen im Landkreis ergangen?

„Es ist nie absehbar, wie sich Menschen in einer Krisensituation verhalten“, sagt Ulf Neumann von der Pressestelle des Landkreis Verden. „Wir wussten daher nicht, wie viele Tiere kommen würden. Wir haben uns natürlich vorbereitet. Die Zahl ist aber überschaubar geblieben.“

Seit März bis Mitte September sind insgesamt 32 Hunde, 19 Katzen und sieben Pferde mit ihren Menschen in den Landkreis Verden geflüchtet. Auch zum Beispiel Kaninchen und Ziervögel fanden hier Asyl. Genaue Zahlen kann das Veterinäramt hier allerdings nicht liefern, da ihre Einführung nicht gesetzlichen Beschränkungen unterliegt.

Hunde, Katzen und auch Frettchen, die aus der Ukraine kommen, müssen von einem Amtstierarzt aufgesucht werden. Dieser überprüft den Gesundheitszustand, den Tollwutimpfstatus, sowie die Kennzeichnung des Tieres. „Der Großteil der im Landkreis angekommenen Tiere struggle in einem guten Gesundheitszustand“, so Neumann.

Für den Fall, dass die Tollwutimpfung oder die Kennzeichnung durch einen Mikrochip nicht schon in der Ukraine stattgefunden haben, dürfen die Tiere das Grundstück der Unterkunft, in der sie mit ihren Herrchen und Frauchen leben, 30 Tage lang nicht verlassen. In diesem Zeitraum sollen sie außerdem nicht mit Tieren in Kontakt kommen, die nicht zum selben Haushalt gehören. Diese Maßnahmen wurden eingeführt, um zu verhindern, dass Krankheiten eingeschleppt werden.

Natürlich stellt sich auch die Frage, genauso wie bei Menschen, ob die Tiere die Flucht aus einem Kriegsgebiet seeisch intestine überstanden haben. „Glücklicherweise waren die Tiere auch in einem stabilen psychischen Zustand und zeigten sich nicht verängstigt, was vermutlich auch darauf zurückzuführen ist, dass sie bei den ihnen vertrauten Menschen verbleiben konnten“, so Neumann.

Es nimmt allerdings nicht jede Bleibe in Verden Haustiere auf. Daher sind für Geflüchtete, die vom Landkreis untergebracht werden, zwei spezielle Unterkünfte vorgesehen, in denen sie mit ihren Tieren wohnen können.

Die meisten Flüchtlinge kamen allerdings bei Freunden, Bekannten und anderen hilfsbereiten Menschen unter. Bei denen, die in Privathaushalten Aufnahme fanden, kam es natürlich auf die Gastgeber oder deren Vermieter an, zu entscheiden, ob Tiere mitgebracht werden können. So fragt auch das Formular „Unterkunftsangebote für Geflüchtete“ auf der Webseite des Landkreis Verden, in dem Bürger Wohnraum zur Miete für Geflüchtete zur Verfügung stellen können, in einem Punkt, ob Haustiere erlaubt sind.

Auf Anfrage erklärt die Leiterin des Tierheims in Verden, Heidi Seekamp, ​​dass eine Katze aus der Ukraine dort untergebracht struggle. Inzwischen hat das Tier das Heim allerdings schon wieder verlassen und ist in gute Hände gekommen.

Ein Großteil der Haustiere traf übrigens schon in den ersten Monaten nach dem Kriegsbeginn ein. Die Zahl der neu aus der Ukraine ankommenden Tiere sinkt inzwischen stetig.

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