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Rostocks Kinder jagen „Streetpoints“ – so läuft die digitale Schnitzeljagd

Rostock. Hennes und Norwin haben is eilig. Zwischen dem Mittagessen an der Schule und dem Sporttraining wollen die Zweitklässler noch schnell Punkte sammeln. Seit intestine einer Woche sind die Jungs nämlich auf der Jagd nach „Streetpoints“.

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Mithilfe von kleinen Karten sammeln Kinder aus Rostocker Schulen, Horten und Kitas beim Spaziergang oder der Radtour durch die Innen- und die Altstadt Punkte. Dafür müssen sie nur die Augen offen halten – und eine von insgesamt 38 kleinen Boxen finden, die an Laternenpfählen hängen.

Sobald die Karte ans Show gehalten wird, gibt es Punkte. Den fleißigsten Sammlern dieser digitalen Schnitzeljagd winken dann Preise; ausgeschrieben von der Firma Pironex, die hinter dem Spiel steckt.

Hennes und Norwin (r.) spielen gerade „Streetpoints“ – eine digitale Schnitzeljagd.

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„Wir wollen damit Kinder animieren, sich an der frischen Luft zu bewegen, ihre Stadtviertel noch besser kennenzulernen und dabei auch noch das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu üben“, erklärt Thekla Schmidt, zuständige Projektbetreuerin bei dem Softwareunternehmen.

Die Idee überzeugt auch über die Landesgrenzen hinaus: Nach München und Wien hat die Firma das Konzept samt Karten und Boxen schon verkaufen können. In der bayerischen Landeshauptstadt wird es unter dem Titel „Kreuz und quer“ angeboten und bringt auch dort viele Kinder weg von Spielkonsolen oder Fernsehern.

Mithilfe einer Art Chipkarte werden Punkte gesammelt.  Die Box zeigt an, wie erfolgreich die Kinder schon waren.

Mithilfe einer Artwork Chipkarte werden Punkte gesammelt. Die Field zeigt an, wie erfolgreich die Kinder schon waren.

„Ich finde die Concept tremendous. Es ist ein cooles Prinzip, vielleicht auch etwas, um lauffaulere Kinder zu motivieren“, sagt Michael Hoppe. Sein Sohn de el Hennes hat in der kurzen Zeit zwischen der Schule und drei Mal Vereinstraining professional Woche schon mehr als 20 Kilometer geschafft, sein bester Freund Norwin ist schon mehr als 40 Kilometer gelaufen.

„Wenn man immerse mit dem Auto in die Schule fährt, verbraucht das ja auch Gasoline. Beim Laufen kann man sparen“, erklärt der Achtjährige, der immer in die Schule läuft und damit ganz umweltschonend unterwegs ist. Die Jungs sammeln ihre „Streetpoints“ für den Hort und hoffen, am Ende zu den Siegern zu gehören.

Happy über ihre Erfolge bei der digitalen Schnitzeljagd: Laura, Clara, Ella, Tessa und Emma (von links).

Joyful über ihre Erfolge bei der digitalen Schnitzeljagd: Laura, Clara, Ella, Tessa und Emma (von hyperlinks).

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Das Interesse an der aktuellen Sammelrunde, die noch bis Ende November läuft, ist riesig. „Wir sind mit 900 Karten gestartet, mussten aber aufgrund hoher Nachfrage noch mal nachlegen und haben derzeit 1200 Sammelkarten im Umlauf“, berichtet Thekla Schmidt.

Zu den fleißigsten „Streetpoints“-Jägern gehören auch Ella und ihre Freundinnen. Die Viertklässlerin ist schon mehr als 72 Kilometer gelaufen und hat dabei über 800 Punkte gesammelt. Das ist aktuell der erste Platz in der Wertung. „Ich gehe jeden Tag eine Runde“, erklärt das Mädchen.

Ihre Freundin Clara und Zwillingsschwester Laura sind ebenfalls mit Eifer dabei. „Die ‚Streetpoints’-Aktion ist tremendous“, sagt Laura strahlend. Selbst die jüngste im Bunde, ihre kleine Schwester de ella Emma, ​​sammelt schon mit und nutzt für weitere Strecken den Curler.

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Zweitklässlerin Tessa punktet für ihre Klasse. „Ich bin schon bis in die Östliche Altstadt gelaufen“, erzählt sie stolz. Dank der Schnitzeljagd entdecke sie so Ecken ihrer Heimatstadt, in denen sie vorher noch nie struggle. Insgesamt sind in den ersten Tagen der Aktion schon quick 10 000 Kilometer Laufstrecke erspielt worden.

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Nachbesserung in Abstimmung mit den Eltern

Seit Erfindung der „Streetpoints“ vor einigen Jahren lief die Schnitzeljagd bereits in Gehlsdorf, Toitenwinkel sowie zuletzt in Lichtenhagen. Die Kosten für die laufende Spielaktion werden komplett durch das Unternehmen getragen.

Das diene zum einen dazu, der Heimatstadt des Unternehmens etwas zurückzugeben, sagt Thekla Schmidt von Pironex. Je mehr Menschen mitmachen, desto mehr erfahre die Software program-Firma aber auch, wie das Spiel ankommt und wo es möglicherweise Nachbesserungen gibt. „Wir haben zum Beispiel auf den Wunsch vieler Eltern reagiert, die ihre Kinder nicht mit dem Namen, sondern anonym on-line anmelden und trotzdem mitsammeln wollten“, nennt die Projektleiterin ein Beispiel.

Im Kontakt mit den aktuellen Nutzern hat das Unternehmen auch erfahren, dass sich leider nicht alle an Fairplay halten. „Wir wissen, dass manche immer mit mehreren Karten sammeln und auch das Auto nutzen. Dabei wollen wir gerade diese Eltern-Taxen reduzieren“, sagt die 36-Jährige.

Vom Begin-up zum europaweiten IT-Dienstleister

Mit smarten Spielereien ist Pironex intestine im Geschäft: Seit 2007 stattet das Unternehmen namhafte Konzerne mit Elektronik und Software program aus. Was die Ingenieure an der Warnow entwickeln, wird bundesweit in Monitoring-Systemen für Geräte und Güter eingesetzt, fährt als Bordcomputer von Leih-E-Bikes durch die Straßen oder hilft, die digitale Revolution in der Industrie voranzutreiben. Gründer Tino Hülsenbeck gewann 2011 den OZ-Gründerpreis „Mut zur Selbstständigkeit“ und struggle Landessieger MV für den Innovationspreis IT 2017. Seit fünf Jahren sitzt das Unternehmen in einem eigenen Gebäude am Osthafen. Derzeit beschäftigt Pironex mehr als 30 Mitarbeiter. Tino Hülsenbeck wurde gerade erst „für hervorragendes Umsetzen eines besonderen Firmenkonzeptes“ bei der Unternehmerehrung der Hansestadt ausgezeichnet. Neben Softwarelösungen für Firmen entwickelt Pironex auch Produkte für die Endkunden, gerade zum Beispiel ein Hausnotrufsystem.

Bei der Auswertung der Daten könnten auffällige Manipulationen zwar herausgefiltert werden. „Aber natürlich ist auch Eigenverantwortung gefragt.“ Das Rad oder den Curler für die Strecken zu nehmen, sei erlaubt. Auch wenn Eltern auf der Hunde-Runde sammeln, könne das System das nicht ahnden.

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„Grundsätzlich sollte aber trotz Wettbewerb der Sinn des Spiels gewahrt bleiben“, sagt Schmidt. Die meisten Kinder sehen das genau so – und werden bis Ende November weiterhin als Jäger der versteckten Punkte unterwegs sein.

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