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Stiftung Warentest: Deshalb lohnt sich eine Hundeversicherung

Up to date: 09.14.2022 – 14:50

Tierischer-Schutz
Stiftung Warentest: Warum sich eine Hundeversicherung für Ihren Vierbeiner lohnt


Picture: Shutterstock/Drazen Zigic

Deshalb lohnt sich eine Hundeversicherung auch für Ihren Hund.

OP-Versicherung oder Vollversicherung: Vor- und Nachteile machen die Entscheidung nicht leichter. Stiftung Warentest hat sich den positiven und negativen Aspekten der Tarife angenommen und empfiehlt Folgendes.

Sollte Ihr Hund krank werden, einen Unfall verursachen oder jemanden doch mal beißen, lohnt es sich, eine Versicherung abzuschließen, zumindest eine Hundehaftpflichtversicherung. Teuer muss es nicht sein, schon für ca 50 Euro erhalten Sie ein anständiges Angebot. Stiftung Warentest hat die entsprechenden Tarife unter die Lupe genommen und kommt zu diesem Ergebnis.


Stiftung Warentest über Hundeversicherungen: Teuer muss es nicht sein


Wahrscheinlich denken Sie bereits über den enormousn bürokratischen Aufwand nach, der Ihnen bevorsteht, wenn Sie eine Versicherung für Ihren Hund abschließen. Sie werden vermutlich sagen: „Ich habe doch schon so viele Versicherungen – und jetzt soll ich auch noch meinen Hund versichern? Muss das sein?“


Stiftung Warentest rät: Ha! Denn wer einen eigenen Hund hat, braucht zumindest eine Hundehaftpflichtversicherung. Wenn der Vierbeiner Schäden anrichtet, zahlt diese spezielle Versicherung und bewahrt Sie vor einer hohen Rechnung.

Die richtige Haftpflichtversicherung für jede*n Hundehalter*in


Haben Haustierhalterinnen und -halter keinen Versicherungsschutz, stehen diese mit ihrem gesamten Vermögen für alle Schäden ein, die ihr Tier anrichtet. Und das kann richtig teuer werden! Stellen Sie sich vor, Ihr Hund liefe auf die Straße und würde einen Autounfall verursachen – das kann durchaus zum finanziellen Spoil führen, da Sie für den gesamten Schaden aufkommen müssen.

In diesen Bundesländern MÜSSEN Sie eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen


Katzen- und Kleintierbesitzer*innen haben es in dieser Hinsicht sehr viel einfacher, da ihre Tiere über die Privathaftpflicht mitversichert sind. Beim eigenen Hund ist stattdessen eine Further-Police nötig. In Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ist die Hundehaftpflichtversicherung sogar gesetzlich vorgeschrieben.


Payment: Schon für rund 50 Euro


Das dürfte Sie zunächst begeistern: Passende Tarife finden Sie schon für rund 50 Euro. Vor allem bei kleinen Hunden werden Sie weniger zahlen müssen, da sich die Beitragshöhe immer an der Hunderasse orientiert. Labrador Retriever und Jack Russel Terrier stehen stellvertretend für größere und kleinere Rassen. Besitzer*innen von Kampfhunden haben is jedoch schwerer. Es ist nicht auszuschließen, dass Versicherungen entsprechende Hunderassen ausschließen.


7 Kriterien für eine gute Hundehaftpflichtversicherung


Stiftung Warentest hat an die Hundehaftpflichtversicherungen folgende sieben Erwartungen gestellt:


  1. Eine Haftpflichtversicherung für Hunde sollte auch sehr teure Schäden bezahlen – eine Versicherungssumme (für Personen- und Sachschäden) sollte daher mindestens 10 Millionen Euro betragen.
  2. Hundehalter*innen müssen sich an viele Regeln halten. Je nach Bundesland, Gemeinde oder Verkehrsbetrieb etwa an Leinen-oder Maulkorbpflichten. Verstößt jemand unwissentlich gegen solche Halter*innenpflichten, sollte die Versicherung trotzdem zahlen.
  3. Auch in den eigenen vier Wänden ist Versicherungsschutz wichtig, weshalb die Hundehaftpflicht auch Schäden in der eigenen Mietwohnung bezahlen sollte – zumindest bis zu einer Höhe von 500,000 Euro. Sogenannte Verschleißschäden bleiben allerdings ausgeschlossen. Das sind etwa Schäden an einem Parkettboden, der über Jahre hinweg unter Hundekrallen gelitten hat.
  4. Wenn Freunde während eines Urlaubs auf den Hund aufpassen, bleiben Besitzer*innen haftbar. Die Versicherung sollte daher Schäden einschließen, die passieren, während fremde Personen – im Versicherungsjargon „Tierhüter*innen“ – auf den Hund aufpassen.
  5. Genauso sollte Versicherungsschutz bestehen, wenn Besitzer*innen den Hund mit auf Reisen nimmt. Das gilt während eines Auslandsaufenthalts für mindestens drei Jahre in der Europäischen Union und mindestens ein Jahr weltweit.
  6. Die Versicherung sollte bei Schäden durch gewollte wie auch ungewollte Deckakte einspringen. Das heißt, sie sollte etwa auch zahlen, wenn ein finanzieller Schaden entsteht, weil der eigene Mischlingsrüde mit einer teuren Rassehündin Nachwuchs gezeugt hat.
  7. Auch Welpen der eigenen Hündin sollten mitversichert sein – mindestens für sechs Monate. Vorausgesetzt, sie leben noch mit im Haushalt.


Wie sieht es mit einer Hundekrankenversicherung aus?


Versicherungsschutz gegen hohe Tierarztkosten ist zwar sinnvoll, kann aber auch teuer werden. Und: Die Tarifbedingungen sind oft kompliziert und undurchsichtig. Stiftung Warentest zeigt folgende Fallstricke auf.


Tierarztkosten können sich schnell mal auf mehrere Tausend Euro summieren, wenn sich ein Hund die Pfote bricht oder einen Bandscheibenvorfall erleidet. Diese Rechnungen sind nicht für alle zu stemmen. In diesem Fall lohnt sich eine Hundekrankenversicherung: Es gibt sie als reine Operationskostenversicherung oder als Krankenvollversicherung.


Operationskostenversicherung vs. Krankenvollversicherung


Entscheiden Sie sich für eine Vollversicherung, zahlt diese auch für rein medikamentöse Tierarztbehandlungen oder Klinikaufenthalte bei einer Infektionskrankheit. Davon können Sie mit einer Operationskostenversicherung leider nicht profitieren. Andererseits zahlen Sie für eine Vollversicherung im Schnitt dreimal so viel.


Wie viel Sie letztendlich unabhängig von Artwork des Tarifs zahlen, hängt von Ihrem Tier ab: Dabei geht es um das Alter, die Rasse und die Größe des Hundes. Ihr Wohnort spielt ebenfalls eine Rolle. Beispielhaft, da sich ein konkreter Preis schwer nennen lässt, führt Stiftung Warentest einen jungen Jack Russel Terrier an. Eine OP-Versicherung mit sehr hohem Leistungsniveau würde etwa 184 Euro im Jahr kosten.


Stiftung Warentest empfiehlt folgende Faustregel: Je älter und größer ein Hund, desto teurer die Versicherung. Für Hundeseniorinnen und -senioren gibt es oft gar keinen Versicherungsschutz mehr.


Achtung, auf diese Klauseln im Versicherungsvertrag achten


Vorsicht, immer auf das Kleingedruckte achten! Schauen Sie neben dem Preis auch auf die konkrete Leistung, die Ihnen innerhalb des ausgewählten Tarifes angeboten wird. Ein kritischer Blick und hartnäckiges Nachfragen bei der Versicherung kann durchaus nicht schaden. Stiftung Warentest führt ein paar Beispiele für weniger verbraucher*innenfreundliche Klauseln an:


  • Ausschlüsse: Es wäre ganz schön bitter, einen Krankenversicherungsvertrag abzuschließen, ohne zu bemerken, dass zahlreiche Krankheiten vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind. Demnach lohnt es sich, den Tarif nach solchen Tücken zu durchleuchten. Teilweise zahlt die Versicherung nicht für Krankheiten, die der Hund bereits bei Versicherungsabschluss hatte. Selbst wenn die Besitzer*innen davon nichts wussten.
  • Steigende Beiträge: Natürlich wird Ihr Hund eines Tages zum Hundesenior, gleichzeitig wird der Tarif teurer. Wenn dies nicht offensichtlich aus dem Versicherungsvertrag hervorgeht, sollten Sie sich nicht scheuen, nachzufragen.
  • Sinkende Leistungen: Noch ärgerlicher wird es, wenn einige Anbieter mit zunehmenden Hundealter ihre Leistung reduzieren. Besonders ist bei einer Krankenvollversicherung darauf zu achten. Das heißt: Die Selbstbeteiligung ist dann höher.
  • Kundigung: Bei Hundekrankenversicherungen müssen Sie sich darauf gefasst machen, dass sowohl zum Vertragsjahresende als auch nach jedem Versicherungsfall bei Ihnen eine Kündigung eingehen kann.


Järhlicher Höchstbetrag: Deshalb bleiben Sie womöglich auf Kosten sitzen


Oft bleiben Hundebesitzer*innen auf einem Teil der Kosten sitzen, da viele Tarife eine Selbstbeteiligung haben. Die Leistung ist auf einen jährlichen Höchstbetrag begrenzt. So kommt es, dass Besitzer*innen nach dem Tierarztbesuch die Rechnung erhalten und alsdann nur ein Teil der Rechnung von der Versicherung erstattet wird. Zudem zahlen manche Tarife keine Mehrkosten für Notfallbehandlungen.


Versichern oder nicht versichern?


Ein Hundekrankenschutz hat Vorteile und Nachteile. Allerdings kann das zahlreiche Angebot an Tarifen überfordernd wirken, zudem sind dieselben oft unübersichtlich und bergen einige Stolpersteine ​​oder sind ganz schön teuer. Um sich gegen unerwartete Tierarztkosten abzusichern, kann aber insbesondere die OP-Versicherung sinnvoll sein.


Alternativ können Hundebesitzer*innen auch selbst für den Krankheitsfall ihres Hundes sparen. Wird der Hund krank, reicht das Geld im Zweifel aber nicht aus. Bleibt er hingegen lebenslang gesund, lässt sich das Geld anderweitig ausgeben. Wer sich für die Versicherung entscheidet, holt sich am besten Angebote solcher Anbieter ein, die günstige Tarife mit sehr hohem Leistungsniveau anbieten.


Weitere Testergebnisse finden Sie auf der Web site von Stiftung Warentest.


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Stiftung Warentest hat weitere Testvergleiche durchgeführt. Hier eine Auswahl:




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