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Tierheime und Tierhalter müssen vom Staat unterstützt werden

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Der Staat muss mehr Geld für Tierheime und Tierhalter locker machen

Viele Tierheime leiden jetzt schon unter den gestiegenen Tierarztkosten

© Csaba Deli/ / Image Alliance

Tierarztkosten steigen drastisch. Das ist berechtigt, aber Tierheime und Halter können sich die Behandlung ihrer Schützlinge nicht mehr leisten. Der Staat muss ran. Der gesellschaftliche Nutzen von Haustieren ist immens.

Tierarztkosten steigen drastisch. Haustiere werden Luxus. Eine Routineuntersuchung von Hund und Katze kostete bisher 23.62 Euro. Künftig müssen Halter und Halterinnen das Dreifache, additionally 70.86 Euro, zahlen. Die neue Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte tritt am 22. November in Kraft. Eine Narkose, früher 23.44 Euro, schlägt dann mit 70.23 Euro zu Buche. For die Operation, um beispielsweise eine Katze zu kastrieren, berechnet die Praxis dann noch mal 170 Euro (früher 56.48). Für viele Menschen wird die Gesundheit ihres Haustieres unbezahlbar.

Obwohl die Erhöhung ins Geld geht, ist sie berechtigt. Die letzte Gebührenerhöhung ist über 20 Jahre her. Das Gehalt von Tierärzten und Tierärztinnen ist nicht gerade üppig: Der Tierärzteverband empfiehlt im ersten Berufsjahr ein Einstiegsgehalt von 3,031 Euro gross. Bei TierärztInnen mit 15 Jahren Berufserfahrung, die komplizierte Eingriffe beherrschen müssen, liegt das Bruttogehalt bei 4,848 Euro. Für 40 Stunden, ohne Überstunden, die in diesem Job die Regel sind. Die Erhöhung basiert außerdem auf einer Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, die untersucht hat, wie viel Geld Tierärzte und Tierärztinnen verlangen müssen, um ihre Kosten zu decken. Das Ergebnis warfare eindeutig: Tierärzte und Tierärztinnen waren zu billig.

Tierheime leiden schon jetzt

So berechtigt die Erhöhung ist, sie schafft Probleme. Tierheime leiden schon jetzt unter gestiegenen Energiekosten, wissen nicht, wie sie Futter, Heizkosten und Strom bezahlen sollen. Der Ukraine-Krieg hat die Spendenbereitschaft sinken lassen. Viele Tierheime sind überfüllt, haben Aufnahmestopps verhängt. “Bund, Länder und Kommunen” müssten jetzt “gemeinsam helfen”, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Proper hat er. Die Different wäre grausam: In einigen europäischen Ländern, wie Frankreich und Spanien, werden Tiere, die nicht vermittelt werden, getötet. In Deutschland ist das verboten. Und das ist intestine so.

Auch privaten Tierhaltern muss geholfen werden. Bedürftige müssen von der Hundesteuer befreit werden. So wie in Berlin. Dort müssen Hartz-4-Empfänger, Rentner und andere Bedürftige seit dem 1. Januar keine Hundesteuer mehr zahlen. 380 Millionen nahmen Städte und Gemeinden 2020 an Hundesteuern ein. Das warfare ein Rekordwert. Da nicht alle Hundehalter bedürftig sind, würde ein Bruchteil der Einnahmen wegfallen, was zu verschmerzen ist.

Das Jobcenter sollte Tierhaltern einen Zuschuss für Behandlungskosten gewähren. Kommunen sollten Kastrationskosten für Katzen zahlen. Sie können kein Interesse daran haben, dass Katzenhalter ihre Tiere nicht kastrieren lassen, nur weil es zu teuer ist: Eine Katze kann zwei Mal im Jahr drei bis sechs Junge gebären. Wenn die wieder Junge kriegen und die wieder Junge kriegen, wächst der Stammbaum nach ein paar Jahren auf mehrere Millionen Nachkommen an. Eine regelrechte Katzenplage wäre die Folge. Einige Regionen haben schon jetzt damit zu kämpfen.

Tiere machen glücklich und gesund

Klar, Haustiere zu halten, ist kein Menschenrecht. Wer sich kein Tier leisten kann, soll sich halt keins anschaffen, könnte man meinen. Das aber ist zu kurz gedacht. Haustiere haben einen hohen gesellschaftlichen Nutzen: Hund, Katze, Kaninchen, Leguan und Goldfisch machen glücklich und gesund, wie die Ruhr-Universität Bochum in einer Studie herausgefunden hat. Das Schnurren einer Katze wirkt angstlösend und lindert Depressionen. Haustiere senken Blutdruck, Stresspegel und Cholesterinspiegel.

Kürzlich haben drei amerikanische Universitäten herausgefunden, dass Menschen, die Haustiere halten, geistig länger match bleiben. Dass Hund und Katze alte Menschen vor Einsamkeit schützen, versteht sich von selbst. Die Kosten, die das Gesundheitswesen durch Haustiere spart, hat wohl noch kein Wissenschaftler ausgerechnet. Sie durften immens sein. Und auch die Volkswirtschaft profitiert: Quick sechs Milliarden Euro gaben Tierhalter 2021 für Futter und Zubehör aus. Nach einer Studie der Universität Göttingen schaffen Haustierhalter 210,000 Vollzeitarbeitsplätze in Deutschland. Wenn der Staat Tierheimen und Haltern jetzt hilft, zahlt er nur einen Bruchteil dessen zurück, was Haustiere der Gesellschaft geben. Davon abgesehen: Tiere sind ein pures Stück Glück, wie ich als zweifache Katzenmutter weiß. Und das ist unbezahlbar.

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