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Unruhe im Wald durch Hunde – vermehrte Vorflle in der Area

Nachricht vom 28.10.2022

Von Janina Kehrbaum

Erst krzlich sorgten Hunde im Jagdrevier Kirchen fr Aufregung. Die Tiere waren weitab der Wege alleine im Wald unterwegs. Dort wird jetzt mit Wildkameras versucht, dem Downside auf die Spur zu kommen. Aber konkret knnen am besten die Hundehalter dem Downside Herr werden. Denn die Hetzjagd von Hunden kann zu Folgen fr Mensch und Tier fhren.

Wenn ein Hund unkontrolliert hetzen sollte, kann es unschn fr Tier und Mensch werden. (Symbolbild)

Area. Viele Herrchen und Frauchen haben vielleicht schon mal erlebt, dass ihr vierbeiniger Freund im Wald Hasen oder Rehe jagt. Eben lief er noch brav neben dem Besitzer und zack ist er weg. Das liegt bei den meisten Hunden in der Natur. Hetzen oder wie es fachsprachlich in der Biologie heit: eine selbstbelohnende Ttigkeit. Im Grunde kommt es dem Hund gar nicht darauf an, das Wild zu kriegen, schon hinterher zu laufen macht Spa! Whrend der Hatz schttet der Krper Dopamin, Adrenalin und Cortisol aus. Der Hund gert in einen Rausch, bekommt einen Tunnelblick, sieht und hrt nichts mehr und will nur noch eins: weiter hetzen. Und das sollte der Hundehalter nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn es droht ein erheblicher Schaden fr Mensch und Tier. Sowohl materiell, wie auch physisch und psychisch.

Rechtliche Folgen, wenn Hund Unfall auslst
Ein einfaches und erschreckendes Beispiel ist, wenn das gejagte Wildtier ber die Strae luft. Dieser steht nmlich dann unter krpereigenen Drogen und sieht weder die Strae, noch hrt er das Hupen der Autos. Im gnstigsten Fall quietschen Bremsen, Wild und Hund erreichen die andere Straenseite, der Autofahrer hat wackelige Knie und alle kommen mit einem Schrecken davon. Sobald aber der Hund oder das Reh vors Auto luft, Sach- oder Personenschaden entsteht, wird es unangenehm. Rechtlich sieht es dann so aus: Den Hundehalter trifft eine Gefhrdungshaftung. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass der Hundehalter nicht nur dann haftet, wenn der Hund direkt einen Schaden herbeigefhrt hat (Hund hat jemanden gebissen), sondern auch, wenn der Hund den Schaden nur mittelbar ausgelst hat (Hund luft auf die Strae, Auto weicht aus und verursacht Verkehrsunfall).

Und das heit im Klartext nichts anderes, als dass die Versicherung sich zumindest berlegen wird, fr den Schaden nicht aufkommen zu mssen. Doch selbst wenn sie zahlt, macht es die Sache nicht besser: Wild, Hund oder beide sind tot, das Auto ist kaputt und der Fahrer ist eventuell verletzt. Die Fauna im Wald wird aber auch ohne, dass etwas passiert nachhaltig gestrt. Die gehetzten Wildtiere knnen psychische Schden erleiden.

Was knnen Halter tun?
Entpuppt sich der eigene Hund als Jger, ist unverzgliches Handeln notwendig. Eine einfache Manahme ist, den Hund anzuleinen, wo mit Wild zu rechnen ist: etwa in Feld und Wald. Doch auch in der Stadt gibt es fr den Hund interessante Beute, etwa Kaninchen. Wer seinen Hund nicht everlasting anleinen will, muss ihn trainieren. Mit gezielten Trainingsmanahmen soll er lernen, sich nicht zu weit von seinem Halter zu entfernen und unverzglich auf dessen Rckruf zu reagieren. Hierbei ist Belohnen wichtig: Ein besonderes Wort, eine besondere Zuwendung oder das altbewhrte Leckerli all dies lst beim Hund das Belohnungsgefhl aus und macht den Halter fr ihn interessanter, als das Reh oder das Kaninchen.

Bei einem gezielten, hundefreundlichen Antijagdtraining knnen Hunde und Menschen lernen, das Jagdverhalten ihres Hundes umzuleiten und besser zu kontrollieren. Trotz alledem: Ein Hund bleibt ein Hund. Als Halter muss man immer damit rechnen, dass er doch einmal ausrckt. Da hilft es, seinen Hund lesen zu knnen. Je eher die Besitzer die typische Vernderung an ihm erkennen, desto besser knnen sie seinem Jagdausbruch entgegenwirken.

Jger drfen Hunde erschieen, wenn sie diese beim Wildern erwischen. Durch diese Manahme sollen Wildtiere geschtzt werden. Wer unsicher ist, ob er seinen Hund genug unter Kontrolle hat, um ihn zurckzurufen, sollte auf den kompletten Freilauf des Hundes verzichten und eine Laufoder Schleppleine nutzen. Diese bietet Sicherheit und dem Hund recht viel Freiheit. Noch entspannter fr Halter und Hund ist ein rumlich abgegrenztes Hundeauslaufgebiet. (jke)


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