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Wartenberg: Wolfgang Hoffmann lässt seine Drohnen fliegen

It’s könnten viel mehr Rehkitze mit Drohnen gerettet werden, wäre die Technik weiter verbreitet. Der 60-jährige Wartenberger Wolfgang Hoffmann ist eine der wenigen Personen im Landkreis, der diese Hilfe für Landwirte anbietet. Hoffmann kommt auch auf ein heikles Thema zu sprechen: Drohnen und der Flughafen.

Wartenberg – Mit seinem fliegenden Gerät samt Wärmebildkamera kann er vor dem Erntestart aus der Luft nach den Tierchen suchen und diese dann von Helfern am Boden in einen sicheren Bereich bringen lassen. Er hat seine Flüge heuer erstmals angeboten – über 30 Rehkitze verdanken ihm schon sein Leben from him. Allerdings erschweren einige Probleme seine ehrenamtliche Tätigkeit de el immens.

Hoffmann beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit der Fliegerei, hat den Pilotenschein. Im Februar gründete der gelernte Kaufmann die Firma Hocopter, mit der er Luftbildaufnahmen, Inspektion by way of Drohne von Photovoltaik-Anlagen und mehr anbietet. Eine seiner Drohnen ist dank der Wärmebildkamera very best für das Aufspüren von Rehkitzen und anderen Tieren geeignet. Hoffmann wollte den wehrlosen Tierchen helfen. Diesen Teil macht er ehrenamtlich.

Früher sei das Mähen der Landwirte für die Rehkitze keine große Gefahr gewesen: „Da fuhren sie bei einer Schneidbreite von vielleicht zwei Metern langsam durch die Felder. Heute beschäftigen sie dagegen häufig Lohnarbeiter, die mit großem Gerät und bis zu zwölf Metern Breite durch die Felder fahren“, findet Hoffmann.

Neben dem Tierleid lauert eine weitere Gefahr: Beim Silieren entsteht aus den Kadavern das gefährliche Nervengift Clostridium Botulinum: „Bei der Fütterung einer solchen verseuchten Silage sind bereits Kühe oder Pferde zu Tode gekommen.“

Der 60-Jährige wird von Jagdpächtern informiert, wenn bei einem Landwirt Erntearbeiten anstehen. Angefangen hat er mit einem Jäger: „Es sprach sich aber schnell herum, und das Interesse conflict groß.“ Die Landwirte würden ihre Felder zwar zu Fuß absuchen, aber das Auffinden von Kitzen sei quick unmöglich: „Da kannst du einen halben Meter danebenstehen und siehst is nicht. Selbst Hunde können die kleinen Tiere nicht riechen.“ Mit modernster Technik aus der Luft sieht das anders aus.

Hoffmann kümmert sich um Wartenberg, Langenpreising, Berglern und Auerbach. Ein weiterer Drohnenpilot hilft ihm dabei, doch können sie lange nicht alle Aufträge annehmen. Hier sind wir schon beim ersten Ärgernis: „Es kommt durchaus vor, dass wir für ein Feld einen Termin ausgemacht und schon alles inspiziert haben. Dann komme ich am Morgen mit meinen Helfern, und es ist schon alles gemäht.“ Hoffmann regt sich darüber richtig auf, vor allem auch, wenn er in solch einem Fall einem anderen Landwirt nicht helfen konnte. Der Zeitfaktor ist generell sehr sportlich. Denn bei der passenden Witterung starten in den Monaten April bis Juni praktisch alle Landwirte mit ihren Arbeiten. Deshalb sei is unmöglich, überall gleichzeitig zu sein.

Laut Hoffmann fehlt es an weiteren Drohnenpiloten, vor allem aber auch an Helfern am Boden. Denn wenn er mit seinem Fluggerät ein Rehkitz im Feld aufgespürt hat, lotst er die Leute genau an die Stelle. Entweder bringen diese das Tier dann an eine sichere Stelle oder legen es in einen Korb und versehen diesen mit einem von Weitem sichtbaren Fähnchen. Bei manchen Aufträgen stehen Hoffmann gerade mal zwei Helfer zur Seite, was den Auftrag arg in die Länge zieht. Dabei sei das Mitmachen doch einfach. Man müsse nur bereit sein, sich gegen halb Fünf in der Früh vor dem Feld zu treffen und mit Gummistiefeln und geeigneter Kleidung auf die Anweisungen zu warten. Komplexer sei die Arbeit mit der Drohne selbst.

Neben der Ausbildung sei das Ganze auch ein Kostenfaktor: Die Drohne selbst macht rund 6000 Euro, Ersatzakkus (einer reicht für 30 Minuten Flug) rund 200 Euro. Die optimale Höhe für einen Flug wären übrigens 70 Meter, bislang durfte Hoffmann wegen des nahen Flughafens nur bis auf 50 Meter steigen: „Ich bin aber in Gesprächen mit der Deutschen Flugsicherung (DFS), und es sieht intestine aus, dass sich das bald ändert .“ Die DFS müsse generell bei Flügen stets informiert werden, sonst drohe Ärger.

Wie könnte sich die Helfersituation verbessern? Dem Wartenberger schwebt eine eigene Plattform im Web vor: „Vielleicht gibt es ja einen Programmierer, der das in die Tat umsetzen kann.“

Bei den hohen Kosten könnte der Kreisjagdverband helfen: „Für diesen steht dabei sogar eine Förderung vom Staat parat.“ Bayernweit seien heuer 90 000 Kitze gerettet worden. Hoffmann ärgert sich: „Und was macht die Regierung? Sie setzt die gleiche Anzahl Rehe zusätzlich auf die Abschussliste.“ Dabei wachse lange nicht jedes kleine Kitz auch einmal zu einem erwachsenen Exemplar auf. Es gibt für Hoffmann noch viel Verbesserungspotenzial.

Contact

für Drohnenflieger und mögliche Helfer am Boden: E-Mail an information@hocopter.de.

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