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Wegrennen oder stehenbleiben? So verhalten Sie sich bei Wildtieren

Weniger Stress, mehr Ruhe und Entschleunigung – einem Spaziergang im Wald werden viele constructive Effekte zugeschrieben. Der grüne Ort ist der perfekte Gegenpol zur lärmenden, stickigen Großstadt. Mit der Entspannung kann es aber schnell vorbei sein, wenn einem beim Wandern oder Fahrradfahren plötzlich ein Wildtier gegenübersteht. Immerhin leben mehr als 6000 Wildtierarten in deutschen Wäldern. Die bekanntesten unter ihnen sind Hirsche und Rehe, Wildschweine, Mäuse, Füchse, Baummarder, Dachse, Fledermäuse und Eichhörnchen. Seltener sind dagegen Luchse, Siebenschläfer und Wildkatzen. Auch der nahezu ausgerottete Wolf ist seit dem Jahr 2000 nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) eigenständig wieder nach Deutschland zurückgekehrt.

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Respekt vor dem Tier als oberstes Gebot

Obwohl er bereits öfter aus der Ferne gesichtet wurde und auch schon in Städten auftauchte, hält Marie Neuwald die Wahrscheinlichkeit einer direkten Begegnung mit einem Wolf grundsätzlich für gering: „Die Tiere sind – wie alle Wildtiere – eher vorsichtig und meiden den Menschen“ , ordnet die Nabu-Wolfsexpertin ein. „Und wenn es doch passiert, ziehen sich die Tiere meist selbst zurück.“ Auch mit Blick auf Füchse oder Wildschweine gibt sie Entwarnung: „Nahe Begegnungen kommen eher selten vor.“ Stehe man doch mal einem Wildtier gegenüber, sei es wichtig, Respekt zu zeigen. „Trifft man auf ein Wildtier, sollte man ruhig bleiben und versuchen, sich zurückzuziehen, und auch dem Tier die Möglichkeit geben, sich ebenfalls zurückzuziehen“, rät sie ella. Auch das Useful sollte man stecken lassen: „Egal ob Fuchs, Reh oder Wolf – kein Wildtier magazine es, gestreichelt oder aus der Nähe fotografiert zu werden.“

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Kontraproduktiv sei es auch, vor lauter Schreck auf dem Absatz kehrt zu machen. „Wenn es irgendwie geht, dann sollte man nicht weglaufen, sondern versuchen, ruhig zu bleiben, und sich langsam entfernen“, sagt Neuwald. „Wenn man wegläuft, kann es zum Beispiel bei jüngeren Wölfen dazu führen, dass ihre Neugier geweckt wird. Das heißt nicht, dass der Wolf sofort zubeißt, wenn er einen einholt – ratsam ist es aber auch nicht.“ Auch empfiehlt die Expertin, Wildtiere nicht zu füttern. Wildtiere sollten Menschen nicht mit einer Futterquelle in Verbindung bringen. Das könne sonst dazu führen, dass sie sich daran gewöhnen, von Menschen gefüttert zu werden und diese dann aktiv aufsuchen.

Risiko, verletzt zu werden, ist gering – wenn man sich an die Regeln hält

Besondere Vorsicht sei geboten, wenn die Tiere Nachwuchs hätten. „Man sollte auf keinen Fall versuchen, die Jungen zu streicheln“, sagt Neuwald. „Das kann richtig gefährlich werden, denn das Muttertier wird vehement versuchen, seine Kinder zu verteidigen.“ Auch bei verletzten Wildtieren solle man lieber nicht selbst versuchen, sie zu versorgen, sondern die Tiere direkt der Polizei oder der Naturschutzbehörde melden. „Die Tiere haben Schmerzen und sind panisch. Sie verteidigen sich dann, weil sie spüren, dass ihnen Gefahr droht“, erläutert die Expertin.

Rehe, Hirsche oder Wildschweine hätten durch ihre Körpermasse und Wildschweinzähne das Potenzial, Menschen ernsthaft zu verletzen. Das sei aber sehr selten. „Für einen Spaziergänger ist das Risiko, von einem Wildtier verletzt zu werden, sehr gering, wenn er sich an die Verhaltensempfehlungen hält“, betont Neuwald.

Wildtiere sind Menschen in gewissem Maß gewöhnt

Wer selbst ein Tier dabei hat – beispielsweise reitend auf einem Pferd oder mit dem Hund an der Leine –, sollte die Dynamiken zwischen den Tieren beobachten. Bei einem Pferd reiche es in der Regel, das Tier ruhig zu halten und sich zurückzuziehen, ohne dem Wildtier den Weg abzuschneiden. Bei Hunden ist die Einhaltung der Leinenpflicht zentral: „Den Hund an der Leine zu führen ist besonders zur Brut- und Setzzeit wichtig, aber auch, wenn der Hund gerne Wildtieren hinterherjagt und sich nicht intestine abrufen lässt“, erklärt Neuwald. Wildtiere seien eben wild und würden sich irgendwann auch verteidigen. „Je nach Tier wird der Hund wahrscheinlich den Kürzeren ziehen“, so die Nabu-Mitarbeiterin. Begegnet man im Wald einem Wildtier, sei es wichtig, die Leine so kurz wie möglich zu halten. „Das signalisiert dem Wildtier, dass der Hund zu einem gehört und keinen Konkurrenten darstellt. Das ist besonders zentral bei Begegnungen mit Wölfen, weil diese sehr territorial sind und Hunde durchaus als Eindringlinge wahrnehmen können“, führt sie aus.

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Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass Wildtiere Menschen bis zu einem gewissen Grad gewohnt sind. „Die meisten Wildtiere brechen nicht gleich in Panik aus, wenn sie einen Menschen sehen. Die leben in einer Kulturlandschaft – ab einem gewissen Alter weiß jedes Wildtier, wie ein Mensch aussieht und riecht“, so Neuwald. Die Gefahr, anderen Hunden, die wild leben, zu begegnen, schätzt sie ebenfalls als gering ein: „Wildlebende Hunde sind in Deutschland eine Seltenheit. Es gibt auch keine wilden Rudel, wie man das vielleicht aus dem Griechenland-Urlaub kennt“, sagt Neuwald. „Wenn so etwas bekannt werden würde, bestünde auch das Recht, die Tiere zu jagen, um Wildbeunruhigung zu verhindern.“

Die Verhaltensempfehlungen bei Begegnungen mit Wildtieren – ruhig bleiben und Distanz erweitern – seien überall gleich, sowohl im Wald als auch in Städten oder Siedlungen. „Man sollte den Tieren immer die Möglichkeit geben, sich zurückzuziehen, und auch selbst die Distanz suchen. Gerade Waschbären in Wohngebieten haben eine relativ kurze Fluchtdistanz, weil sie Menschen gewohnt sind“, sagt Neuwald. „Wenn sie additionally erst mal weiter ihr Ding machen und nicht direkt fliehen, wenn sie Menschen sehen, ist das nicht ungewöhnlich. Aus den Augen verlieren sie die Menschen in der Nähe dennoch nicht.“

Tollwütige Tiere hierzulande ungewöhnlich

Ungewöhnlich verhalte sich ein Wildtier, wenn es aktiv auf den Menschen zukomme, so die Expertin. „Wenn sich das Tier zum Beispiel absichtlich bis auf 50 bis 30 Meter nähert, sollte man die zuständigen Behörden oder die Polizei informieren.“ Je nach Scenario würden die Tiere nicht direkt abgeschossen werden, sondern lediglich registriert. So könne man auffällige Tendenzen frühzeitig feststellen und reagieren. Wenn man sich in der Scenario unwohl fühle, könne man sich auch groß machen und klatschen oder auch einen Ast werfen, rät Neuwald. „Das verscheucht sie in der Regel.“

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Angst vor Tollwut sei hierzulande unbegründet. „Deutschland gilt seit 2008 offiziell als tollwutfrei. Das nächste Vorkommen ist so weit entfernt, dass keine Gefahr besteht, dass ein infiziertes Tier es alleine hierher schafft.“ Einem entspannten Spaziergang im Wald steht additionally in der Regel kein gefährliches Tier entgegen.

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