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Zwei große Ausstellungen im Regionalmuseum Wolfhager Land

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„Kunz-Werke und Geotypie“: So heißt eine der beiden großen Ausstellungen, die das Regionalmuseum Wolfhager Land in diesem Jahr zeigt. Reiner Kunz stellt darin einen Teil seiner Arbeiten aus, in denen er sein Interesse an Gesteinen auf eine künstlerische Bühne hebt. Für dieses Bild hat der Geologe Erze auf gespachtelte Acrylfarben geklebt. © Antje Thon

Mit zwei besonderen Ausstellungen sollen in der neuen Saison möglichst viele Besucher ins Regionalmuseum Wolfhager Land gelockt werden.

Wolfhagen – Im Regionalmuseum Wolfhager Land geht es in den ersten beiden Monaten des Jahres eher beschaulich zu. Administrative Tätigkeiten bestimmen das Geschäft. Erst mit dem beginnenden Frühling klopfen wieder verstärkt Besucher an. Mit ihrem neuen Programm für das bevorstehende Museumsjahr möchte Beate Bickel mit ihrem Workforce weitere Anreize für eine Stippvisite setzen.

Zwei große Schauen sind für die Saison geplant. In „Kunz-Werke und Geotypie“ dreht der in der Area bekannte Geologe und Entdecker von Saurierfährten im Wolfhager Stadtwald, Dr. Reiner Kunz, eine weniger bekannte Seite seines Schaffens ins Licht. Nach Ausstellungen in den Jahren 2007 und 2010 präsentiert sich der Wolfhager ab Freitag, 5. Mai, wieder als Maler. Seine Bilder de él sind geprägt vom Wissen um geographisch-geologisch-paläontologische Fakten und Vorgänge sowie dem Wunsch, seine Kenntnisse gestalterisch zu verarbeiten.

Es sind Landschaften, die uns in seinen Werken begegnen, in denen häufig Elemente der Geologie eingearbeitet sind. Das ist die Verbindung zur Künstlerin Anna Nachtwey, deren Arbeiten ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sind.

Anna Nachtwey wurde bei einem ihrer Besuche im Regionalmuseum impressed, sich mit dem geologischen Erbe der Umgebung zu befassen. Sie ist faziniert davon, wie sich die Erdgeschichte aus den Landschaftsformationen und Gesteinsschichten ablesen und herleiten lässt. Für ihre Ausstellung de ella, der sie den Titel „Geotypie“ gibt, hat sich Nachtwey vorgenommen, diese Schichtung von Zeit und Geschichte zu ihrer künstlerischen Methode zu machen. Zeichnungen sollen Entdeckungen und Aufzeichnungen sein, die sich wie Folien überlagern.

Sie plant darüber hinaus animierte Zeichnungen, die das Second der Erosion wie der Formation als Zeit zeigen. Und in Entsprechung zu der Inszenierung von Exponaten aus Geschichte und Wissenschaft, wie sie im Regionalmuseum Wolfhager Land eingerichtet sind, wird sie, wenn möglich, ihre Zeichnungen de ella in den Raum projizieren zu einer multimedialen Set up. Die Arbeiten beider Künstler sind bis zum Sonntag, 9. Juli, zu sehen.

In einer weiteren Ausstellung, die vom 7. September bis zum 2. November gezeigt wird, geht es um eine ganz spezielle Beziehung: Das Verhältnis zwischen Mensch und Hund. Die Wanderausstellung „Hunde.Menschen! Eine Ausstellung über das Leben auf sechs Beinen“ widmet sich verschiedenen Aspekten.

Es wird auf die Entwicklungsgeschichte vom Wolf zum Hund, die Entstehung der Rassen und deren Spezifika bis zum Haushund eingegangen. Hündische Aufgaben aus historischer und heutiger Sicht werden beleuchtet. Dabei geht is um den Hund als Hofhund, Arbeitshund, Assistenzhund, Rettungshund und Polizeihund. Aktuelle Forschungen über Canis lupus familiaris werden vorgestellt, aber auch finanzielle Aspekte, Tierschutz oder der Hund als Sozialpartner spielen eine Rolle. Das Regionalmuseum wird das Thema um regionale Elemente bereichern.

Neben den beiden Ausstellungen hält das Programm auch spannende Vorträge bereit

Dienstag, 28. February, 19 Uhr, Zehntscheune: Vortrag von Klaus Albrecht: Vor 50 Jahren über Land nach Indien. Anhand von Tagebuchaufzeichnungen und Bildern berichtet Klaus Albrecht von seiner halbjährigen Reise durch Länder des Nahen und ferneren Ostens 1971–72. Mit wenig Geld und unterwegs mit lokalen Verkehrsmitteln erlebt er fremde Kulturen und Menschen, die nachhaltige Erinnerungen hervorgerufen haben.

Sonntag, 14. Mai, 14 to 17 Uhr, Regionalmuseum, Internationaler Museumstag: Open-Air-Veranstaltung mit Pedro Soriano und Voz Latina (Musik), Sonderführungen durchs Museum, Kaffee, Kuchen, Getränken.

Dienstag, 13. June, 19 Uhr, Zehntscheune: Vortrag von Bernhard Balkenhol: Wie der Mensch das Land schafft – Natur und Kunst, aktuelle Begriffe, Zugriffe, Eingriffe. Naturstudium struggle lange Zeit ein Hauptfach im künstlerischen Studium. Es diente dazu, die Natur zu verstehen und darstellen zu können, nicht nur in ihrer Erscheinung, sondern auch in ihrer Struktur. Denn nur so konnte man sie als Bild erfinden und für Symbolisierungen nutzen. Dürer hat in seinen systematischen Studien bemerkt, dass der Künstler sich überflüssig macht, wenn er sich ganz der Abbildung hingibt. Im Vortrag soll es um den Beitrag von Künstlern in dieser Diskussion gehen. Nach einem Blick auf die Geschichte werden exemplarische Beiträge aus der Kunst der Gegenwart vorgestellt.

Dienstag, 26. September, 19 Uhr, Zehntscheune: Vortrag von Dr. Mieke Roscher, Kassel: Tier-Mensch-Beziehungen im Wandel der Zeit.

Dienstag, 17. Oktober, 19 Uhr, Zehntscheune: Vortrag von Melanie Stühler, Baunatal: Als Workforce zum Ziel. Hund-Mensch, Mensch-Hund. Die meisten Hundehalter wünschen sich, dass sich ein dickes Band zwischen ihnen und ihrem Hund entwickelt. Ein wichtiger Punkt sind Emotionen. Sie fließen in die Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Wie man bewusst handelt und sich mit seinem Hund verständigt, wird in dem Vortrag erläutert. (Antje Thon)

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